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totentanz nr. 29

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SweepingDeath-InLucid.jpgSweeping Death – In Lucid

(Eigenproduktion)

 

Schon mit der letztjährigen EP „Astoria“ konnten SWEEPING DEATH überschwängliche Reviews einfahren und wurden vom Metal Hammer gar zu „Helden Von Morgen“ erhoben. Auch mir ist der progressive Mix aus Thrash, Speed und klassischem Heavy Metal bestens reingelaufen und entsprechend hoch war die Spannung vor dem neuen, immer noch ohne Label veröffentlichten, Album. Auf „In Lucid“ kratzen SWEEPING DEATH dauernd an oben erwähnten musikalischen Grenzen, dass man sich nicht wundern muss, wenn diese in der Zukunft mehrfach überschritten werden. Die komplexen Arrangements erfordern einige Durchläufe, bis man die Songs zu fassen bekommt. Das man hierbei den Mut nicht verliert, ist zum großen Teil der Verdienst von Sänger Elias Witzigmann, der seine kräftige Stimme nicht nur variabel, sondern auch extrem songdienlich einsetzt, was den Wiedererkennungswert der Songs deutlich steigert. Vom Easy-Listening sind SWEEPING DEATH aber noch immer weit entfernt. Teilweise gehen den Jungs etwas die Pferde durch und man muss aufpassen, dass man nicht den Faden verliert. Das technische Niveau ist allerdings beeindruckend. Lässig werden mehrstimmige Melodien und Riffs aus der Hüfte geschossen und mit nicht gerade wenigen Breaks geschickt verknüpft. Stark sind auch wieder die Pianopassagen, die von Drummer Tobias stammen und dem Material zusätzlich eine eigene Note verleihen. Großes Kino ist das knapp 10-Minütige „Suicide of a Chiromantist“, das zum Paradestück von SWEEPING DEATH avancieren dürfte. Um den Hörer in Sicherheit zu wiegen, wurden mit „Blues Funeral“ und „Horror Infernal“ die eingängigeren Stücke am Anfang des Albums platziert, im weiteren Verlauf des Albums lässt sich die Band selber immer mehr von der Leine. Vergleiche sind für mich etwas schwierig zu definieren, aber wer auf Psychotic Waltz und Hades (US) steht, sollte unbedingt mal ein Ohr riskieren. Stimmig ist auch die tolle Produktion von Rolf Munkes (Empire Studios) und das tolle Cover-Artwork. Obwohl es sich um eine Eigenproduktion handelt, ist „In Lucid“ locker internationales Niveau!

 

(Schnuller)

 

www.sweepingdeath.com

 

 


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