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Deathcult - Cult Of The Goat Deathcult - Cult Of The Goat

(Soulseller Records)

Wow, ganze zehn Jahre sind ins Land gezogen, seit DEATHCULT aus Bergen/Norwegen ihren Erstschlag „Cult Of The Dragon“ der Black Metal Gemeinde vor den Latz geknallt haben. Die norwegischen Teufelsanbeter, die aus den Brüdern Skagg (Guitars, Vocals) und Thurzur (Drums), sowie Basser Hoest (TAAKE) bestehen, fanden im Jahre 2006 erstmalig urkundliche Erwähnung. Ihr nunmehr zweiter Studio-Kadaver „Cult Of The Goat” bildet konsequenterweise die logische Fortentwicklung des Black Metal Triumvirats hin zu einem gnadenlos hell-en Oldschool Sound mit einer puren Anti-Human, Anti-Life, Death, Darkness und Black Magic Attitüde. Sie selbst bezeichnen ihre Interpretation des traditionellen Sounds als „Cruel Norwegian Black Metal“ influenced by Death, Sex and Violence.

 

„Cult Of The Goat“ besitzt einen rohen, unverfälschten und abgefuckten Sound, der allerdings klar zur Spielweise passt. Deathcult - BandMan lässt nur wenige und spärlich eingesetzte genrefremde Instrumente und Stilmittel wie Samples mit gekrischenen, unverständlich gebrummelten, gesprochenen Passagen zu oder versorgt sich schon mal mit dezent im Hintergrund platzierten Keyboardchords. Ansonsten ist das hier kalter, rauer und ungeschönter, ketzerischer Black Metal mit bisweilen kranken Gitarrensoli. Sieben Tracks und 49:08 Minuten gilt es durchzuhalten, bis konsequenterweise die Nulllinie überschritten wird und der unweigerliche Tod eintritt. Vorher gibt es ein Crescendo aus fetzigen E-Gitarren, präsentem Bass, midtempo Drumming bis hin zu rasender Felldrescherei und diversen Old School Black Metal atypischen Instrumenten, wie Cello (Carmen Boveda; sowie Gøril Skeie Sunde), Sitar, oder Barockgitarre (Gjermund Fredheim), die allerdings sehr sparsam in die DEATHCULT Soundlandschaften integriert wurden. An dem groovenden, in gewisser Weise rockigen „Cult Of The Goat“ wirkten zusätzlich noch die Musiker Dirge Rep (aka Per Husebø von GEHENNA, GORGOROTH, ENSLAVED): Lyrics; Attila “the beast” Csihar (SINSAENUM, MAYHEM): Vocals und Lava an der Gitarre mit.

 

Die Black Metal Horde hat ihre leicht neurotisch-psychotische Spielweise leider sehr höhenlastig vertont, was auf Dauer anstrengend werden kann. Die Höhenlagen des Beckens tun ein manches Mal regelrecht in den Ohren weh. Deathcult - StatementLediglich mit „The Oath“ hat man einen recht coolen, fetzigen Song am Start, der auch mein persönlicher Fave des ansonsten recht durchwachsenen Albums ist. Ich störe mich neben der angesprochenen Produktion auch an der einen oder anderen etwas langwierigen Passage, die mir in der Gesamtbetrachtung auf Dauer gar nervig erscheinen. Wer jedoch auf größtenteils naturbelassenen, neurotischen Norwegian Old School Black Metal voller erdiger Klänge und unterschiedlicher Geschwindigkeitsdruchgänge steht und locker über die helle Aufnahme hinwegsehen kann, der erhält mit „Cult Of The Goat“ garantiert seine Vollbedienung. Für meinen Geschmack fehlt es hier an Kontur.


(Janko)

https://www.facebook.com/Deathcult-1871964126457651/

 

 

Hier könnt ihr den kompletten Zweitschlag „Cult Of The Goat“ streamen:
https://www.youtube.com/watch?v=bdq3NAYQheE


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