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Accept - The Rise Of ChaosAccept - The Rise Of Chaos (Hail or Kill Review)
(Nuclear Blast)


„The Rise Of Chaos“ ist das mittlerweile vierte ACCEPT Album nach dem grandiosen Comeback „Blood Of The Nations“ aus dem Jahr 2010. Nachdem die - dem Comeback Album - folgenden Scheiben „Stalingrad“ (wurde im Nachgang jedenfalls für meinen Geschmack etwas verhaltener aufgenommen) und „Blind Rage“ (noch immer sehr stark und hat zu Recht einige Nummer 1 und mehrere Top 10 Chartplatzierungen eingefahren) die Vormachtstellung ACCEPTs als Speerspitze im Teutonic Metal noch weiter festigen konnten, erscheint nun Anno 2017 mit „The Rise Of Chaos“ die neue Scheibe. Als erstes fällt das für ACCEPT Verhältnisse doch sehr überladene Cover auf. Das ist man von ACCEPT in der Form gar nicht so sehr gewohnt, passt aber zum Album und vor allem zum Titeltrack. Ganz nach dem Motto `Never change a winning Team´ wurde auch das neueste Langeisen der Teutonen Metaler - ebenso wie die letzten drei Scheiben - von Andy Sneap produziert. Dieser verpasste er der Band und dem Album einmal mehr einen sehr modernen, druckvollen, fetten und sauberen Sound. Dieser unterscheidet sich kaum bis gar nicht von den Vorgängerscheiben, was sicherlich den einen oder anderen Kritiker auf den Plan rufen wird, dass zu wenig Abwechslung in eben diesem Bereich vorhanden ist. Für mich ist es einfach der ACCEPT Sound des aktuellen Millenniums und Scheiße, er steht der Band verdammt gut zu Gesicht.
Songtechnisch ist auch diesmal alles im grünen Bereich. Das Songwriter Duo Wolf Hoffmann und Peter Baltes beweist wieder mal ein unheimlich gutes Gespür für Riffs und Eingängigkeit, machen somit aus ihrem Talent und ihrem Können keine Mördergrube und beweisen, dass die Annahme von Arno (aus dem Hail & Kill zu „Blind Rage“) wonach die beiden „noch 10 Alben raushauen die qualitativ nicht schwächeln“ könnten, zu 100% treffend ist. Auch Mark Tornillo liefert einmal mehr mit seinem rauen Whiskeygeschwängerten Gesangsorgan eine hervorragende Leistung ab. Der Kerl passt einfach zu ACCEPT wie die Faust aufs Auge. Nicht unterschlagen werden sollte auch der Beitrag von Uwe Lulis (Gitarre) und Christopher Williams (Drums) die auf „The Rise Of Chaos“ ihren Studioeinstand geben.
Der Opener „Die By The Sword“ (nimmt die Kriegsthematik auf, wie auch schon bei den Vorgängerscheiben) hat alle typischen ACCEPT-Trademarks, sprich treibende Drums und irrwitzige Gitarrenduelle sowie die für ACCEPT typischen Chöre. Ähnlich geht es mit dem Folgetrack „Hole In The Head“ sowie dem dem dystopischen Titeltrack weiter, bevor es mit „Koolaid“ erstmals etwas ruhiger (und das einzige Mal vernachlässigbar zugeht) wird und im Midtempo das Gas etwas herausgenommen wird. „No Regrets“ ist ein typischer ACCEPT Stampfer mit starken Gitarrenduellen. „Analog Man“ fällt durch seine sozio-kulturelle Kritik der immer Fortschreitenderen Digitalisierung auf. Die letzten vier Songs sind mein persönliches Highlight. „What´s Done Is Done“ (Mehr ACCEPT geht kaum), „Worlds Colliding“, „Carry The Weight“ (der schnellste Track der Scheibe) sowie der Rausschmeißer „Race To Extinction“ setzen sich bereits nach dem ersten Hördurchgang unweigerlich im Kopf fest und wollen gar nicht mehr raus.
ACCEPT beweisen mit „The Rise Of Chaos“ ein weiteres Mal ihre große Klasse. Kann mir nicht vorstellen, dass es auch mit Album Nummer 4 der Tornillo-Ära schlechte Chartplatzierungen oder schlecht besuchte Tourdates geben wird. Hätte ein Werk wie „The Rise Of Chaos“ auch gar nicht verdient. Von daher ein glasklares und lautes Hail. (Zvonko)

 

Als seinerzeit „Blood Of The Nations“ war ich echt beeindruckt. Dieses Album war der Beweis, dass man nach wie vor mit Accept rechnen musste. Mit „Stalingrad“ legten Hoffmann und Baltes beinahe gleichwertig nach und begonnen aber schon zuletzt mit „Blind Rage“ (trotz Nr.1-Chartserfolg) musikalisch auf der hochwertigen aber dennoch gleichen Stelle zu treten. Jetzt kommt mit „The Rise Of Chaos“ bereits das vierte Album der Tornillo-Ära und es scheint, als ob die Band kein Interesse hat, selbst nach den beiden LineUp-Wechseln an Gitarre und Drums, irgendetwas am gut funktionierenden Prinzip zu ändern. „The Rise Of Chaos“ ist dementsprechend mehr Rentensicherung als Wagemut - aber etwas anderes habe ich ehrlich gesagt auch gar nicht erwartet. Fans bekommen genau das, was sie wollen. Auf hohem Niveau! Deswegen auch von mir ein HAIL. Trotzdem stört mich - wie auch bei Slayer, Iced Earth & Co., dass ausgerechnet denen Bands, die es eigentlich niemandem mehr beweisen müssen, der Mut fehlt, etwas mehr aus gängigen Routinen auszubrechen und mal neues Terrain zu betreten. (Michael)

 

Sorry Zvonko, ich freu mich zwar für dich, dass du da eine tolle Scheibe dein Eigen nennen kannst, allerdings erkenne ich hier überhaupt nichts, was Begeisterung auslösen könnte. Insgesamt bleibt fast nix hängen, die Refrains zum Opener oder „Hole In The Head“ weisen Melodien auf, die eine normale Metal Band aus 17jährigen Newbies nach einem halben Jahr proben auch hinbekommen. Klar, es gibt die sägenden Riffs und ein paar Gitarrenduelle, aber reicht das für eine Band wie Accept aus? Einzig „Koolaid“ hat ein interessantes Gitarrenspiel zu bieten was aus dem Rahmen fällt und wo der Daumen nach oben geht. Danach folgen aber Songs wie „Analog Man“, der sich anhört als ob ne Proberaum Kombo in den 80igern sich dachte, sie hätte voll den coolen Text geschrieben, dabei aber selber wegen der unfreiwilligen Komik nicht aus dem Grinsen raus kommt. „Carry The Weight“ klingt wie U.D.O. zu „Mean Machine“ oder „Faceless World“ Zeiten, nur nicht ganz so gut. Der Rest ist Durchschnitt an den sich niemand ernsthaft in einigen Monaten erinnern wird. Wer sich also noch wunderte, warum Accept als Vorband von Sabaton ran mussten, der wird bei dieser Leistung wohl noch ganz andere Konstellationen erleben. „Kill“ your own status. (Röbin)

 

Streng genommen könnte man sagen: „ACCEPT haben auf „The Rise of Chaos“ ihre Stärken gebündelt und die Essenz ihres Sounds extrahiert.“ (Phrasenschwein, òle!). Natürlich ist „The Rise Of Chaos“ definitiv kein schlechtes Album, denn das Duo Hoffmann/Baltes kann Songs schreiben und die beiden wissen definitiv was sie tun. Leider reißt mich das neue irgendwie nicht mit. Die Produktion unterscheidet sie wieder kaum  von den Vorgängeralben, was das Album leider etwas beliebig klingen lässt. Zvonko hat natürlich Recht, wenn er das als den „…ACCEPT Sound des aktuellen Millenniums…“ bezeichnet, dieser macht das dritte Album mit diesem Sound leider sehr gleichförmig. Kleinere Experimente findet man gar nicht und alle Songs bewegen sich zwischen den typischen ACCEPT-Stampfern und etwas schnelleren Nummern, was sich mittlerweile doch etwas abgenutzt hat. Hinzukommt, dass sich ACCEPT in „Analog Man“ an der Bridge von „Ball To The Wall“ bedient haben, denn die Akkorde und die Backing-Arrangements sind fast identisch. Auch den Text finde ich zum Teil recht holprig, auch wenn es mit Sicherheit ironisch gemeint ist. Wären am Ende mit „Worlds Collide“ und „Carry The Weight“ nicht noch zwei Songs, die mir recht gut ins Ohr gehen, wäre ich versucht gewesen hier die Kill-Karte zu ziehen. So reicht es bei mir noch für ein neutrales „nix von beiden“. Ein Produzentenwechsel wäre vielleicht eine Idee, hier etwas Abwechslung reinzubringen… warum nicht wieder mal mit Michael Wagener arbeiten und es etwas abseits der ausgetretenen Pfade der letzten drei Alben versuchen. ACCEPT müssen sich ja nicht neu erfinden, sollten sich aber auch nicht zu sehr selber limitieren. (Schnuller)

 

„Rise of chaos“ ist durchweg ein Accept Album welches alle Trademarks der Band enthält und wie gewohnt Heavy Metal made in germany zum besten gibt, aber als großes Manko dieses Albums sehe ich das Somgwriting an sich. Bis auf „Die by the sword“, „No regrets“ und „Analog men“ kommen diese in ihrer Gänze nicht richtig auf den Punkt und lassen nur Phasenweise die unbestrittene Klasse von Accept aufblitzen. Mit phasenweise meine ich aber auch Song für Song, da ich jeden Song  was abgewinnen kann. In jedem Song sind Parts die richtig gute Riffs, Leads und Harmonien aufweisen, aber um die richtigen Kracher –bis auf die 3 genannten- zu komponieren müsste man diese Parts wohl zusammen kippen und neue Songs daraus erschaffen. Daher kann ich nicht gänzlich sagen dass „Rise of Chaos“ ist ein schlechtes Album ist. Wenn man dem Album die nötigen Durchläufe zugesteht gibt es eine Menge gutes zu entdecken. Wie man beim Comeback-Kracher „Blood of the nations“ gesehen hat ist diese songschreiberiche Qualität durchaus auch in Albumlänge vorhanden. Würde ich einen Song von „Blood oft he nations“ auf „Rise of chaos“ veröffentlichen wäre dieser wohl der Stärkste Song des Albums, was wiederum auch was über die Schwäche der Songs von „Rise of Chaos“ aussagt. Ich habe selten so viel Mittelmaß in solch hoher spielerischen Qualität dargeboten bekommen wie auf diesem Album. Nun aber genug gemeckert und ich fasse noch mal die Stärken des Albums zusammen. Zu den Drei genannten Songs, die echt Sahne sind, gesellt sich noch die Gesangsleistung von Reibeisenstimme von Mark Tornillo, der wieder mal über alles erhaben ist und es schafft dem Album seinen Stempel aufzudrücken und zu guter Letzt blitzt auch Song für Song das können dieser Band mit jeder Menge feiner Riffs, Leads und Harmonien etc. Nach Schulnoten würde ich hier eine 2- bis 3+ vergeben. Qualitativer Metal der stärkeres Songwriting verdient gehabt hätte.  (Patrick)

 

Da ich von Anfang an kein allzu großer Fan der Tornillo-Ära war, weil mir der Gesang einfach zu angestrengt klingt und ich auch die anfängliche "Panzermusik"-Ausrichtung nicht mochte, bin ich insgesamt von neuem Accept-Material wohl etwas schwerer zu überzeugen, obwohl ich einiges auf "Blood of the Nations" und vor allem auf "Blind Rage" gut fand. Tatsächlich zünden die meisten Songs auf "Rise of Chaos" bei mir überhaupt nicht: Oft überzeugen zwar Strophe und Bridge, aber in den Refrains verlassen sich Accept immer wieder viel zu sehr auf das extrem fantasielose, gemeinsame Shouting, und jede bis dahin aufgebaute Melodie und Atmosphäre ist im Eimer. "Hole in the Head", "Koolaid", "Race to Extinction" und vor allem "Analog Man" sind gute Beispiele dafür, wie man einen guten Song durch einen schlechten Refrain kaputt machen kann. "The Rise of Chaos" und "Two Worlds Colliding" sind purer Durchschnitt, auch der Opener "Die by the Sword" liegt nur leicht darüber. Umso größer sind einige Überraschungen, die sich etwas später auftun: Mit "No Regrets" und noch mehr mit den beiden wirklich überragenden Nummern "What’s Done is Done" und "Carry the Weight" zeigen Accept, dass sie immer noch starke, melodische und ergreifende Songs schreiben können. Obwohl diese Lichtblicke für einiges entschädigen, ist das alles in allem aber, trotz immer wieder gelungener Passagen, zu wenig. Leider ein Kill!

(Torsten)

 

Die deutsch/amerikanische Metal Freundschaft hat seit dem Comeback mit Mark Tornillo am Mikro vier Alben rausgehauen. „Blood of the Nations“ und „Blind Rage“ sind richtig Hammer und „Stalingrad“ sowie das neue „The Rise of Chaos“ sind zumindest gehobene Klasse. In Zeiten wo in der Metal Szene krampfhaft die neuen Helden gesucht werden (für manche ist es Kirmes tauglicher Sound ala Sabaton, Orden Ogan, Battle Beast – für andere muss dem Black Metal „Shoewixe“ oder „Post“ beigemischt werden – wieder andere brauchen Räucherstäbchen und Schlaghosen um glücklich zu werden) kommen mir Accept mit ihrer Sturheit und Gradlinigkeit gerade recht. Ähnlich wie AC/DC, Motörhead oder (vor kurzem) Iced Earth bleiben Herren ihrem Stil treu und veröffentlichen ein qualitativ astreines Album mit sauberem Sound, Wolf Hoffman Riffs ohne Ende und wie immer saugeilem Gesang von Mark Tornillo. Wie schon erwähnt haben andere Alben seit der Reunion punktgenauer ins Schwarze getroffen als „The Rise of Chaos“, aber qualitativ hohes Niveau und Headbanger Stoff hoch 10 wird hier nach wie vor geboten. Nimm „Die by the Sword“, nimm „Koolaid“ oder auch „What´s Done is Done“ – es passt einfach und der Accept Fan wird nicht enttäuscht! Manche meiner Kollegen hier beim TT konnten dieses „Hail or Kill“ (ähnlich wie bei Metallica, Iced Earth oder Manowar) mal wieder dazu nutzen „den Großen“ eins überzuziehen, haha, aber dass die neue Accept vielerorts wieder zum „Album des Monats“ gekürt wurde, mit Sicherheit charten wird und die kommende Tour ein Erfolg sein wird lässt sich nicht verhindern – denn Qualität setzt sich im Endeffekt immer durch! Meine Wertung? Natürlich ein metallisches HAIL! (Arno)

 

http://acceptworldwide.com/

 

 


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