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DNC_Clouds_75.jpgDavid Neil Cline – Flying Cloud Of Controversy

City Of Lights Records

 

Keine Ahnung, wer DAVID NEIL CLINE ist? Nicht schlimm, das dürfte den meisten so gehen. Der aus Detroit stammende Gitarrist veröffentlichte in den 80ern die zwei Alben. „A Fit Of Rage“ (`87) und „Malefic Influence“ (`89), die auf dem eigenen Label Gazochtahagen veröffentlicht wurden und dementsprechend selten sind. Beide beinhalteten ziemlich coolen, melodischen Metal mit toller Gitarrenarbeit. Allerdings sollte es nie zu einem richtigen Deal kommen. 2001 folgte noch das Album „Thorough Scrutiny“, das hauptsächlich Aufnahmen von 1990 enthielt. Das vorliegende „Flying Cloud Of Controversy” wurde ursprünglich 2011 in Eigenregie veröffentlicht und ist die letzte Veröffentlichung des Gitarristen, der sich 2015 das Leben nahm. City Of Light Records legen das Album, in Zusammenarbeit mit Clines Familie, in einer handnummerierten Auflage von 300 Stück noch einmal neu auf. Vom melodischen Heavy Metal, der hier und da auch schon mal in Richtung Glam schielte, hatte sich Cline aber schon ein ganzes Stück entfernt. Mich erinnern einige Songs an die frühen 90er, als sich einige Rock/Metal Bands in Richtung Grunge/Alternative orientierten und etwas erdiger unterwegs waren. Hinzukommen Elemente von klassischem Hardrock bis hin zum Blues. Das Album besteht aus verschiedenen Aufnahmesessions, was diverse Soundunterschiede erklärt. Auch ist das gesamte Material nicht gerade homogen. Neben coolen Hardrocksongs wie „False Judgement“ und „Plante Damnation“, findet man auch Seltsames wie „Aggravated“ und „Fuck The Jones“. Weiterhin gibt es vier instrumentale Songs, die von Flamenco/Jazz („Tamale Fever“), Blues („DJ’s Song“), bis hin zu rockig/metallischen Sachen reichen. Als Bonus gibt es zwei bisher unveröffentlichte Songs, von denen besonders „Mental Baggage“ ein sehr lässiger Rocker ist, sowie drei Songs von vorherigen Veröffentlichungen. Auf „Flying Cloud Of Controversy” hat sich DAVID NEIL CLINE leider etwas zu sehr in Experimenten verzettelt, anstatt sich auf seine wirkliche Stärke zu konzentrieren, nämlich coole Rock/Metal Songs  zu schreiben. Für Undergroundfreaks, Sammler oder völlig scheuklappenfreie Leute interessant, für die anderen eher nur bedingt.

 

(Schnuller)

 

https://de-de.facebook.com/RememberingDavidNeilCline/

 


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