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Steelwing_reSteelwing – Reset, Reboot, Redeem

(Noise Art Records)

 

STEELWING sind zurück und ihr mittlerweile drittes Album hört auf den Namen „Reset, Reboot, Redeem“. Ähnlich wie bei den beiden Vorgängern, folgt das Album einem postapokalyptischen Konzept. Ging es im Debüt „Lord Of The Wasteland“ thematisch recht Mad Max mäßig ab und die Gefahr ging von Highway Piraten aus, verlagerte sich die Postapokalypse beim Nachfolger „Zone Of Alienation“ ins All und auf von Mutanten verseuchte Kolonien. Im Neuen Werk geht’s thematisch ähnlich gefährlich zur Sache, nur liegt die Bedrohung diesmal bei einer transhumanistischen Rasse welche die Menschheit bedroht. Eins ist schon mal klar, den Schweden mangelt es nicht an bedrohlichen Phantasien. Musikalisch hat man versucht sich etwas neu zu erfinden und neu auszurichten. Das geht nicht nur aus dem Albumtitel „Reset, Reboot, Redeem“ hervor womit ein Neustart suggeriert wird, sondern unteranderem auch aus dem modifizierten Bandlogo. Gerade letzteres gefällt mir überhaupt nicht. Ein richtiger musikalischer Neuanfang ist allerdings auch nicht auszumachen. Dominieren doch weiterhin sehr stark die 80er NWOBHM Referenzen. Die ganz starke Nähe zu alten IRON MAIDEN allerdings wurde im Vergleich zu den ersten beiden Alben etwas zurückgenommen und man versucht in die noch immer sehr guten und starken Melodien etwas mehr Härte reinzubringen. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, dass Riley am Micro ab und an in Black Metal Gefilde schielt. Nichts desto trotz können STEELWING aber auch mit „Reset, Reboot, Redeem“ überzeugen, auch wenn die Scheibe nicht vom ersten Durchlauf an zündet und mehrere Anläufe braucht um zu sitzen. Hat man sich aber einmal die Mühe gemacht und sich mit dem Album auseinandergesetzt, dann lassen einen Songs wie das Titelstück, „Architects Of Destruction“, das etwas schräge „Ozymandia“ oder auch das fette Abschlusstrio „Like Shadows, Like Ghosts“, „Hardwired“ und „We Are All Left Here To Die“ nur sehr schwer los. Einzig der erste in schwedischer Muttersprache gesungene Song „Och Varlden Gav Vika“ (heißt übersetzt so viel wie „Und die Welt brach zusammen“) will nicht wirklich überzeugen.

Steelwing haben sich drei Jahre für eine neue Scheibe Zeit gelassen und keinen Schnellschuss gewagt. Herausgekommen ist dabei mit „Reset, Reboot, Redeem“ eine Scheibe, die nicht ganz mit den beiden Vorgängern mithalten kann aber dennoch durch und durch überzeugt. Für moderne Traditionalisten mit ganz großer Sicherheit ein Grund rein zuhören.

 

(Zvonko)

 

https://www.facebook.com/steelwingmetal/


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