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HardcoresuperstarHCSS.jpgHardcore Superstar – HCSS

Gain Records / Sony

 

Stillstand kann man HARDCORE SUPERSTAR mit Sicherheit nicht vorwerfen. Das Göteborger Sleaze-Quartett hat sich schon mehrfach neu erfunden. Bis zum „No Regrets“ Album (2003) zelebrierte man eher Rock’n Roll. Auf dem selbstbetitelten 2005er Album legte man an Härte deutlich zu und definierte auf „Dreamin‘ In A Casket“ und „Beg For It“ das eigene Genre Street Metal. Das laut Drummer Adde, eine Mischung aus Sleaze- und Thrash Metal ist. Auf „Split Your Lip“ schlugen HARDCORE SUPERSTAR wieder einen Haken und kehrten wieder langsam zum wesentlich erdigeren Sound der Anfangstage zurück. Nach drei Alben bei Nuclear Blast, kommt „HCSS“ wieder beim schwedische Gain Records raus. Den eingeschlagenen Weg gehen die Jungs auch konsequent weiter. Auf dem Vorgänger „C’mon Take On Me“ waren schon einige Experimente zu hören und auf „HCSS“ geht es teilweise noch einen Schritt weiter.

Natürlich steht der Terminus „Party-Mucke“ immer noch weit vorne, nur wird diese anders präsentiert. Der Opener "Don't Mean Shit“ und der Rausschmeißer „Messed Up For Shure“ fallen größtenteils unter „Business as usual“. Am weitesten entfernt vom üblichen Material präsentieren sich „Fly“ und „Touch The Sky“. „Fly“ kommt mit seinen knapp 8 Minuten sehr chillig und mit einigen Graswölkchen aus den Boxen. „Touch The Sky“ klingt fast wie eine der Lenny Kravitz Disco Nummern, die mit E-Gitarre angereichert wurden. Überhaupt ist ein gewisses 70er Jahre Feeling ziemlich präsent.  Das Opening Riff von „Party Till I’m Gone“ erinnert z.B. auch an Kravitz („Are You Gonna Go My Way“). „The Ocean“ ist ein Rocker mit vielen Wechseln und einfachem, aber effektiven, Refrain.  Ähnlich verhält es sich mit allen Songs. Trotz aller spielerischer Sperenzchen, klingt alles immer noch homogen und nach HARDCORE SUPERSTAR, auch wenn einiges etwas ungewohnt aus den Boxen schallt. Wer aber schon mit „C‘ mon Take On Me“ Probleme hatte und auf ein nächstes „Dreamin‘  In A Casket“ wartet, wird eher enttäuscht sein. Schon bei den letzten Gigs wurden die beiden Street-Metal Alben in der Setlist größtenteils ignoriert. Bei allem Respekt vor dem souverän veränderten Sound, reißt mich „HCSS“ leider nicht ganz so mit, wie ich das gerne hätte.

 

(Schnuller)

 

http://www.hardcoresuperstar.com/


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