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Patient 7Patient 7
(I-On New Media)

 

Dr. Marcus, ein renommierter Psychiater, hat für die Recherche zu seinem neuen Buch ein schillerndes Sextett von Insassen der Spring Valley Nervenheilanstalt zusammengestellt. Diesen will er nach und nach auf den Zahn fühlen und ihnen ihre morbiden Geschichten widerlegen. Allesamt befinden sich nämlich aufgrund äußerst brutaler Verbrechen in der Geschlossenen, machen jedoch Geister, Dämonen, Zombies und Vampire für die Taten verantwortlich. Nach Abschluss der Einzelgespräche stellt sich nur noch eine Frage: Wer ist der siebte Patient?

 

Episoden-Horror geht eigentlich immer! Erst recht, wenn ein Genre-Veteran wie Michael Ironside als zwielichtiger Nervenarzt den roten Faden in Händen hält. Die Patientengespräche, die man ebensogut als Verhöre bezeichnen könnte, machen rund die Hälfte der knapp zweistündigen Laufzeit aus, was bereits erahnen lässt, dass hier nicht einfach sechs beliebige Monster-Shorts aneinandergeklöppelt wurden. Vielmehr reißt Ironside erwartungsgemäß das Zepter der Aufmerksamkeit an sich, findet in dem schäbigen Anstaltskellerraum jedoch ein ums andere mal nahezu ebenbürtige Gegenüber, sodass die Vorfreude auf jede weitere Kurzgeschichte auf‘s Neue ordentlich angekurbelt wird.

 

Diese bewegen sich dann qualitativ zwischen gehobenem Mittelmaß und mehr oder weniger großem B-Kino. Genre-Joker wie derber schwarzer Humor, Verweise und Hommagen sowie vereinzelte Splattereinlagen werden reihenweise gezogen. Patient 7 macht durch die Bank weg Spaß, auch wenn den meisten Geschichten etwas mehr Drehbuch und/oder Pointe gut getan hätte. Egal: Die Mutter, die in bester „Here‘s Johnny!“-Manier ihre Tochter vor einem Dämon beschützen will... Der Killer, der an Halloween mit blutverschmiertem Gesicht im schwarzen Anzug eine Leiche durch die Gegend schleppt und dabei Hilfe von Feiernden erhält, die sogar noch Fotos von diesem coolen „Kostüm“ machen... Sarah, die ihre Eltern mit perfiden Fallen zum Fluchen bringt, nur um sich mit dem Geld aus dem Swear Jar eine Schaufel leisten zu können, mit der sie die Leiche in ihrem Schrank verbuddeln kann… Ein Vampirjäger, der beim Verhältnis Tötungsmethoden zu Screentime selbst einem Jason Voorhees Konkurrenz macht… Wer hier nicht in freudigen Erinnerungen an längst vergangene Tales from the Crypt-Abende schwelgt, dem fehlt entweder die Gnade der frühen Geburt oder jedes Gespür für kultigen Horror mit Augenzwinkern.

 

Die Blu-ray präsentiert den Film in angemessener Qualität (und unangemessenem, da weder inhaltlich noch stilistisch irgendwie an Patient 7 angelehntem Cover) mit deutscher sowie englischer HD DTS 5.1-Spur und dem Trailer.

 

(mosher)


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