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Die Valachi-PapiereDie Valachi-Papiere

(Koch Media)

 

Joseph „Joe“ Valachi (Charles „Death Wish“ Bronson) fängt seine kriminelle Karriere als Kleinganove an und kommt - nach einem Gefängnisaufenthalt im berüchtigten Gefängnis Sing Sing – in Kontakt mit der „Cosa Nostra“. Aufgrund seiner Qualitäten als Fahrer und seiner Loyalität hält er sich lange in der Mafia und schafft es mit seiner Bescheidenheit unter diversen Paten der kriminellen Organisation sein Leben zu leben, sogar das Vertrauen seiner Chefs aufrechtzuhalten und auch zu steigern. Als der Skrupellose Vito Genovese (Lino „Der Rammbock“ Ventura) zum Paten der „Cosa Nostra“ aufsteigt ändert sich auch erst einmal für Valachi nicht viel. Er ist auch Genovese treu zu Diensten, wie auch den Paten zuvor. Als ein Deal schief läuft, wittert Genovese Verrat. Er landet im Knast und spricht die Parole aus, dass die die Teilnehmer des Coups sich stellen sollen und unter verkürzten Haftbedingungen die Zeit in seiner Nähe verbringen sollen. Schnell merkt Valachi, dass Genovese mit seinem Vorhaben die mutmaßlichen Verräter in der Organisation in seiner Nähe haben will um ihnen auf den Zahn zu fühlen. Der Don nimmt Valachi seinen Treueschwur nicht ab und würdigt ihn stattdessen mit dem „Todeskuss“. Valachi weiß, dass dies sein Todesurteil ist und er erklärt sich bereit als Kronzeuge für das FBI vor dem Kongress der Vereinigten Staaten gegen Don Vito Genovese auszusagen und damit die Strukturen der „Cosa Nostra“ offenzulegen. Joe Valachi ist somit einer der ersten, wenn nicht sogar der erste, der das Gebot des Schweigens der „Cosa Nostra“– die Omerta – gebrochen hat.

 

„Die Valachi-Papiere“ ist ein Klassiker des europäischen Films (Französisch/Italienische Produktion) aus dem Jahr 1971. Im Regiestuhl durfte Terence Young Platz nehmen, der sich zuvor mit drei Filmen der James Bond Reihe („James Bond 007 Jagt Dr. No“, „Liebesgrüße aus Moskau“ und „Feuerball“) einen Namen gemacht hat. Produzentenlegende Dino De Laurentiis („Serpico“, „Death Wish“, Conan – Der Barbar“) ist ebenfalls beteiligt. Im Cast finden sich der knurrige italienische Star Lino Ventura sowie der nicht weniger wortkarge Charles Bronson. Wo letzterer ist, ist auch seine langjährige Ehefrau Jill Ireland nicht weit. Das passt also alles und bietet die besten Voraussetzungen für ein spannendes Abenteuer im kriminellen Milieu. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und Regisseur Terence Young schafft mit den Stilmitteln „Rückblicke und dem Erzähler Joe Valachi“ ein ziemlich realistisches und beinahe schon dokumentarisches Werk. Gut dosierte Actionsequenzen (überwiegend Mobexekutionen) brechen dabei die dokumentarische Struktur des Films ein wenig auf. Die Darsteller überzeugen auf ganzer Linie, vor allem aber Lino Ventura als der kalte Mafiapate und Charles Bronson als der loyale Soldat der Organisation, der sich zumeist in der zweiten Reihe bewegt. Auch die hier namentlich nicht aufgeführten Nebenrollen spielen mehr als solide und sehr glaubwürdig. „Die Valachi-Papiere“ ist ein etwas verkannter Film und erscheint jetzt erstmals auf Blu-ray und DVD. Das war auch höchste Zeit, denn der Film brauch sich hinter weitaus erfolgreicheren und bekannteren Genrekonkurrenten wie dem „Der Pate“ Epos oder weiteren Meisterwerken des Mafiagenres wie „Good Fellas“ oder „Casino“ nicht zu verstecken. Sehr zu empfehlende und lohnende Veröffentlichung.

 

Die Blu-ray des Films von 1971 kommt mit gutem Ton und ordentlich aufgearbeiteter Bildqualität. Im Bonusbereich finden sich der Film mit isolierter Musik-Spur, eine Bildergalerie, sowie die interessante und sehenswerte 30 minütige Dokumentation „From Fiction To Reality“. Hier erfährt man Hintergründe über die „Cosa Nostra“, ihrem Verbund zur sizilianischen Mafia aber auch weitere Informationen zu den realen Charakteren und wie die Schauspieler diese in Szene gesetzt haben.

 

(Zvonko)


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