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Independence Wars – Die RückkehrIndependence Wars – Die Rückkehr
(Tiberius Film)

 

Ein riesiges UFO kreist über Kalifornien und verwandelt mittels gezielter Bestrahlung einzelne Menschen in blutrünstige Zombies. Eine Sonderabteilung des Militärs scheint die letzte Rettung der Menschheit zu sein und nimmt den Kampf mit den Aliens auf.
Mockbuster mit minimalem Budget und noch etwas geringerer Qualität wurden in den vergangenen Jahren zu Hauf auf das Horror- und Sci-Fi-Publikum losgelassen. Mit Independence Wars dürfte dieses Subgenre einen neuen Tiefpunkt erreicht haben. Nicht viel an diesem Film lässt erahnen, dass es sich um eine offizielle – um einmal den Begriff professionell charmant zu umschiffen – Produktion und nicht um das Wochenendprojekt ein paar ambitionierter Schüler handelt. Das Hauptquartier der Alienabwehr befindet sich in einem Zelt, das mehr an ein Tomaten-Treibhaus in Holland als an eine Base der US Army erinnert, die Fliegende Untertasse könnte gut unter Windows 95 gerendert worden sein und Außerirdische bekommt man – das ist jetzt komplett spekulativ: glücklicherweise – zu keiner Zeit zu Gesicht. Über die Story um ein Virus, welches bei vorangegangenen Entführungen implantiert und unter Zuhilfenahme von Handystrahlung aktiviert wird, denkt man am besten erst gar nicht ernsthaft nach, vor der Antileistung sämtlicher Schauspieler gibt es hingegen kein Entkommen.


Trotz dieser katastrophalen Gesamtbilanz schafft Independence Wars etwas, das selbst in diesem Metier leider äußerst selten geworden ist, nämlich so schlecht zu sein, dass es schon wieder Spaß macht, zuzusehen. Es gibt eigentlich nichts, was man diesem Streifen nicht vorwerfen kann, außer, dass er lieblos heruntergekurbelt wäre. Diese gewisse Hingabe erinnert ein wenig an Ed Wood, denn auch hier ignoriert eine hoffnungslos überforderte Regisseurin geflissentlich ihre eigenen Grenzen.
Endlich mal wieder ein Trash-Movie, von dem man sich nichts verspricht, das noch weniger liefert, aber an dem man gerade deswegen seine helle Freude haben kann. Sofern man in filmästhetischer Hinsicht recht schmerzfrei ist.


Bild und Ton der Tiberius-Scheibe sind erwartungsgemäß nicht berauschend,  aber verständlicherweise tut das dem Filmgenuss keinen wirklichen Abbruch. Nach den verpatzten Szenen im Abspann hätte man sich durchaus noch ein Gag-Reel oder ähnliches vorstellen können, doch leider muss man mal wieder mit ein paar Programmtipps auskommen.

 

(mosher) 


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