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6 Ways to Die – Rache ist niemals einfach6 Ways to Die – Rache ist niemals einfach
(Neue Pierrot Le Fou)

 

Es gibt verschiedene Arten zu sterben – sechs davon will ein geheimnisvoller Fremder seinen ehemaligen Freund und Partner durchleben lassen. Er nennt sich John Doe und setzt, um seinen unermesslichen Rachedurst zu stillen, ein halbes Dutzend Spezialisten auf Sonny „Sundown“ Garcia an. Sie sollen dem mächtigen Drogenboss nach und nach seine Freiheit, seine Liebe, seinen Ruf, seine Gefolgschaft, sein Geld und schließlich sein Leben nehmen.


Gangster-Thriller in Guy Ritchie-Optik sind in den unteren Budget-Klassen ja nicht gerade Mangelware. Oft springt dabei neben einem viel zu viel versprechenden Trailer oder ein bisschen harter Action nichts Erwähnenswertes raus. Bei 6 Ways to Die ist irgendwie alles anders. Weder auf den zweifellos coolen Look verlässt sich der Film, noch auf seinen außergewöhnlich prominenten Cast (u.a. Vinnie Jones, Bai Ling, Tom Sizemore), dessen Zugpferde ohnehin allesamt eher in Nebenrollen versteckt werden. Stattdessen weiß Regisseur Nadeem Soumah ganz altmodisch mit einer packenden Geschichte und einer guten Inszenierung zu überzeugen. Ob dabei der nicht mehr ganz neue Kniff, die Story rückwärts zu erzählen, unbedingt nötig gewesen wäre, mag man diskutieren, zumindest birgt sie die Gefahr auf kleinere Goofs (etwa wenn John Doe in der letzten – und somit chronologisch ersten – Episode bemerkt, dass ihm jedes Mal die gleiche Frage gestellt wird). Alles in allem passt die Struktur aber bestens zum Film und erweist sich gerade im nicht ganz vorhersehbaren Finale als äußerst effektiv.


Hochgradig actionlastige Sequenzen hat 6 Ways to Die eher weniger zu bieten, dafür aber haufenweise Coolness, flotte Sprüche und eine Menge Spannung. Wer der zahllosen Tarantino-Klons überdrüssig ist und schon aus Prinzip um Low-Budget-Gangster-Movies macht, sollte seine Gewohnheiten im Falle von 6 Ways to Die unbedingt noch einmal eingehend überdenken!


Das Bild der deutschen Blu-ray ist ordentlich, leidet aber darunter, dass dem Film diverse Filter übergestreift wurden. So gehen der Gelbstich in den Spiel mir das Lied vom Tod-mäßigen Rückblenden und die kalten Töne in den Auto-Szenen deutlich zu Lasten der Schärfe. Dennoch lassen sich die oftmals schlicht brillant ausgeleuchteten Szenen durchaus genießen. Auch der Sound geht in Ordnung, wobei der Originalton nicht nur leicht voluminöser aus den Boxen kommt, sondern darüber hinaus auch nicht an der zum Teil wenig begeisternden deutschen Synchro leidet.

 

(mosher)

 


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