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ID-AID:A - Identität Anonym

(Ascot Elite)

 

Eine junge Frau erwacht ohne Erinnerung, aber mit einer blutigen Wunde am Kopf in einem Flussbett in Südfrankreich. In einem Seesack findet sie Unmengen an Geld, auf ihrem Bauch eine seltsame Narbe. Und schnell merkt sie, dass zwei Männer hinter ihr her sind und ihr nach dem Leben zu trachten scheinen. Nach und nach kommen die Hintergründe ans Licht und treiben Ida – so ihr Name – quer durch Europa.


Ein skandinavischer Thriller, der fleißig bei der Bourne Identität wildert, klingt zunächst einmal nicht uninteressant. Und tatsächlich lassen sich die ersten Minuten von ID:A recht gut an. Der Zuschauer weiß nicht mehr als die Hauptfigur, diese taugt auch bestens als Bezugsperson, und die im Düsteren liegenden Hintergründe versprechen eine spannende Tour de Force. Doch leider verrennt sich die Geschichte mit der Zeit in ihrer Ziellosigkeit und plätschert letztlich nur noch so dahin. Ein investigatives Vorgehen, bei dem das Publikum miträtseln kann, sucht man bei der Protagonistin vergebens. Stattdessen fallen Ida die Informationen eher zufällig und zum Teil höchst konstruiert in die Hände. So entdeckt sie ihre Nationalität, als sie eine Infobroschüre auf Dänisch lesen kann oder stößt auf ihren Ehemann, indem sie seine Stimme im Radio hört und diese ihr bekannt vorkommt. Ab einem gewissen Punkt verlässt den Zuschauer dann das Interesse. Irgendwann scheint es relativ egal, was es mit der kommunistischen Terrorzelle auf sich hat, die plötzlich eine Rolle zu spielen scheint, oder in welchen Zusammenhang das Attentat auf einen holländischen Politiker zu Idas Amnesie steht. Nur gelegentlich sorgt die Inszenierung für etwas Spannung und gegen Ende kommt auch endlich ein wenig Action ins Spiel, jedoch bleibt die Auflösung letztlich allzu unspektakulär, um den Film aus dem (immerhin soliden) Mittelmaß emporzuheben. Einziger wirklicher Lichtblick ist Hauptdarstellerin Tuva Novotny, die sich hier definitiv für Höheres empfiehlt.


Ascot Elite Home Entertainment veröffentlicht ID:A auf DVD und Blu-ray mit deutschem sowie dänischem Ton, aber keinen nennenswerten Extras. Dafür sind Bild- und Tonqualität insgesamt in Ordnung.

 

(mosher)


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