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The Darkest Day – Story Of A Tragedy  The Darkest Day – Story Of A Tragedy 

(Störkanal)

 

Amokläufe an Schulen – traurige Realität. Es gibt sie leider viel zu oft und jedes Mal bleiben Opfer zurück, die für den Rest ihres Lebens schwer gezeichnet sind und neben eventuellen sichtlichen Narben noch tiefere psychische mit sich rumschleppen. Einer der tragischsten und aufsehenerregendsten Schulamokläufe war der an der Columbine Highschool aus dem Jahr 1999 in Littleton, Colorado. Damals marschierten die Amokläufer Eric Harris und Dylan Klebold in ihrer Schule ein, töten 12 Schüler und einen Lehrer und verwundeten 24 weitere Personen. Einer der überlebenden von Littleton ist der damals 17 Jährige Andrew Robinson. Er ist der Regisseur von „The Darkest Day – Story Of A Tragedy“. Er hat oder er versucht mit seinem filmischen Beitrag die tragischen Erlebnisse an seiner Highschool zu verarbeiten. In dem packenden Drama hat er allerdings einige Punkte – für sich selbst und für die restlichen Opfer und Überlebenden - verändert. Es ist nicht derselbe Ort, nicht dieselbe Highschool und es ist nur ein Amokläufer und nicht zwei. Das sind allerdings nur Marginalien in der beklemmenden Geschichte. Sein Fokus liegt bei den Überlebenden und nicht bei den Taten des Amokläufers selbst. Diesen sieht man nur ganz selten und dann höchstens aus der Perspektive der Überwachungskameras. Ansonsten richtet sich das Blickfeld nur auf Opfer und Überlebende während und nach dem Amoklauf. Wie haben die einzelnen Personen in ihrer Angst reagiert. Wer war ein Held und wer wurde durch Medien zum Held gemacht und wie kommt jeder einzelne mit der Situation nach den erschreckenden Ereignissen zu Recht? Das ist das Hauptanliegen von Andrew Robinson. All diese Aspekte hat er in eine fiktive – selten kitschige - Liebesgeschichte verpackt, auf die er immer wieder in interessanten Zeitsprüngen zu sprechen kommt.

„The Darkest Day“ (Originaltitel „April Showers“) ist ein nachdenklich stimmendes und beklemmendes Drama, dass auf ganzer Linie überzeugt. Finde es sehr gelungen und gut, dass der Fokus nicht auf den Gewalttaten liegt und auch nahezu keine Gewalt gezeigt wird. Es ist vielmehr die Macht der Bilder und Reaktionen sowie die tollen schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten, die den Zuschauer in ihren Bann ziehen. Leute, die bei diesem Streifen von einer Ballerorgie ausgehen, können nur enttäuscht werden. Alle anderen, die einem Realitätsnahen Drama offen gegenüber stehen kommen nur schwer an diesem tollen Film vorbei.

Das interessante Label Störkanal hat wieder einmal einen guten Riecher bewiesen. Der Independent Streifen erscheint in schönem Digibook, mit ausführlichem Textmaterial in Form eines Booklets. Sprachen sind Deutsch und Englisch anwählbar und an Extras gibt es leider leider nichts. Schade, denn bei so einem Streifen können ruhig Dokus, Making Of´s oder ähnliches angeboten werden.

 

(Zvonko)                 


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