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Blackmore’s Night, Des Geyers schwarzer Haufen (Neu Isenburg 2013)

Blackmore’s Night, Des Geyers schwarzer Haufen

9.7.13 - Neu Isenburg, Hugenottenhalle

 

 

images/live-pic/2013_07/BlackmoresNight.JPGGut gefüllt war die Hugenottenhalle an diesem Dienstagabend. Ein Freiluftveranstaltungsort wäre auf jeden Fall passender gewesen, hätte es sich um eine Burg oder ähnliches gehandelt, denn es war ganz schön warm, nichtsdestotrotz war die Vorfreude groß, endlich mal einen meiner großen Gitarrenhelden live zu sehen, hatte ich doch Blackmore’s Night noch nie live erlebt und seinerzeit auch die letzten rockigen Performances des Meisters verpaßt. Nun war das ansprechende neue Album „Dancer and the moon“ veröffentlicht und der Zirkus unterwegs – nichts wie hin.

 

 

Des Geyers schwarzer Haufen

 

Pünktlich ging es mit dem Geyerhaufen los, welcher ja öfters als Vorturner bei Blackmore’s Night unterwegs ist. Eine nette Sache aber auch nicht mehr, denn die sattsam bekannten Traditionals herunterzududeln kriegt ja nun auch jeder hin. Das machen sie schon seit vielen Jahren und sind auch entsprechend kompetent darin, aber das bekommt man in ähnlicher Form auf jedem Mittelaltermarkt geboren. Insofern erfüllte der Haufen seine Funktion als Vorprogramm: Hübsche Aufwärmübung für die Ohren, mehr nicht. images/live-pic/2013_07/BlackmoresNight1.JPG

 

 

Blackmore’s Night

 

Deutlich interessanter wurde es, als die Headliner unter frenetischem Applaus nach einem recht langen Intro die Bühne betraten. Selbige war mit allerhand Fantasy-Elementen schön dekoriert, die Atmosphäre wurde mystisch-romantisch, als mit „Locked within the crystal ball“ eröffnet wurde. „Play minstrel play“ und „Somewhere over the sea“ folgten, bevor mit „Under a violet moon“ eines meiner Lieblingsstücke der Truppe dran war. Blackmore’s Night waren gut eingespielt, Candice Night zeigte sich stimmlich solide und war bemüht, images/live-pic/2013_07/BlackmoresNight2.JPGsympathisch und fannah zu wirken. Das gelang auch, die mitunter recht langen Ansagen nervten aber doch ein wenig. Einziger wirklicher Kritikpunkt, denn musikalisch war es sehr fein, was geboten wurde. Über 20 Stücke wurden ausgepackt, darunter ein paar Coverversionen, Blackmore war ein echtes Erlebnis, agierte zwar zurückhaltend, hat aber immer noch echte Magie in den Fingern. Klasse!

Neben den beiden Hauptakteuren konnte auch die Hintermannschaft ein wenig ihre Qualitäten zeigen: Ein Keyboard- und ein Schlagzeugsolo gab es zu hören, der Bassist stampfte sehr agil über die Bühne, am meisten Akzente konnte jedoch die Backgroundsängerin setzen, welche Frau Night mal eben deutlich übertrumpfte. Das Publikum war jedenfalls überwiegend sehr angetan, insbesondere die ersten Reihen in historischer Gewandung ließen sich des öfteren von den Sitzen reißen. Doch ja, war ein schönes Konzert. Unter anderem spielten Blackmore’s Night noch „Durch den Wald zum Bach Haus“, „Peasant’s promise“, „Dancer and the moon“, „Home again“ und „Loreley“, bevor mit dem finalen „Dandelion wine“ Schluß war. Mögen sie noch öfters wiederkommen und die Uhr einige Jahrhunderte zurückdrehen.

 

 

Bericht und Fotos: Till


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