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Totentanz Magazin Nr. 28 out now!

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W.A.S.P., Alpha Tiger, Dark at Dawn (Neu-Isenburg 2012)

Hugenottenhalle, 3.12.2012

 

 

Blacky Lawless und Mannschaft auf Jubiläumstour! 30 Jahre W.A.S.P. – da muss man hin, zumal ja auch eine fette 2 Stunden Show angekündigt wurde.  Was letztendlich passierte könnt ihr nun nachlesen, doch erst mal waren zwei coole, kleinere deutsche Bands am Start…

 

 

DARK  AT DAWN

Die Jungs aus dem Harz hatten sich eigentlich 2007 aufgelöst, sind nun aber wieder aktiv. Der qualitativ sehr gute Power Metal (eher US Schule statt Helloween Klon) machte Spaß und der raue Gesang von Fronter Thorsten Kohlrausch überzeugte. Man merkte den Muckern an das sie nach ihrer Pause nun wieder voll Bock haben. Die neue 2012er EP „Noneternal“ wurde in der Setlist berücksichtigt, ebenso wie älteres Zeug, davon gibbet ja auch genug, das Debut Album kam ja schon 1999 raus. 2013 soll ein neues Album folgen. Wir sind gespannt und alphatigerhonorieren den kleinen Gig und die Tatsache das die Kerle den Mut hatten „Don´t pay the Ferryman“ von Weichei Chris de Burgh zu spielen, haha. (Arno)

 

ALPHA TIGER

Dies ostdeutschen Heavy Metal Heroes Alpha Tiger gingen dann extrem True an die Sache ran. Schon das gelb/schwarze Outfit und die Menge an Ketten und Nieten ließen 80er Flair aufkommen und wer die Musik der Band kennt weiß das diese jungen Musiker keinesfalls von Korn oder Limp Bizshit beeinflusst wurden, haha. Es gab herrlich druckvollen, schnellen und melodischen German Heavy Metal zu hören und man kann den Jungs nur zu so einem positiven Gesamtbild gratulieren.  Hier sind keine durchgeknallten Wannabees am Start sondern eingefleischte True Metal Freaks. Die Band um Gitarrist Peter Langforth war voll bei der Sache und wollte die Leute einfach kriegen, das gelang dann auch. Sänger Stephan Dietrich blieb mir vor allem im Gedächtnis, da er ganz 80´s like hoch sang und damit die „Keep It True“ Festival  Gemeinde entzückt. Dargeboten wurden Songs vom Debut und vom neuen „Beneath the Surface“ Album das Anfang 2013 kommt. Außerdem wagte man sich an den Queensryche Klassiker „Queen of the Reich“ ran, und das ist mit Sicherheit kein „Paranoid“ oder „Smoke on the Water“! Klasse gemeistert, dieser Newcomer ist heiß und wird im kommenden Jahr ganz bestimmt fett absahnen. See You! (Arno)

 

W.A.S.P.

Nach zwei sympathischen und gut aufgelegten Vorbands entern gegen vorgerückter Stunde auch endlich W.A.S.P. die Bühne. Nach vielen kurzen Konzerten, bei denen W.A.S.P. ihre Fans regelrecht enttäuscht hatten, ist die Hoffnung auf die Setlist und die Spieldauer der „30 waspYears Of Thunder“ Tour groß. Ein Blick ins Internet zu Beginn der Tour und die Augen der Fans waren gefüllt mit Freudentränen. Eine lange Setlist und zu den üblichen Standardsongs noch der Übersong „The Headless Children“. Es las sich wie ein feuchter Traum und die Spannung und Vorfreude war riesig. Am heutigen Abend dann in Neu Isenburg startete W.A.S.P. fulminant und Blacky Lawless ging ab wie die Feuerwehr. Viel mehr noch, er war sehr gut bei Stimme und schien richtig Bock zu haben. Die erste halbe Stunde war dann auch gespickt voller Energie und Spielfreude. Songs wie „On Your Knees“, „L.O.V.E. Machine“, „Wild Child“ oder „The Real Me” lassen halt auch keine Wünsche offen. Doch ziemlich schnell kamen leichte Zweifel auf. Das verkürzte „Crimson Idol“ Set mit Videountermalung findet sich doch schnell im Abendprogramm wieder. Dieses war allerdings sehr fett und hat natürlich Spaß gemacht. Danach beglückten uns W.A.S.P. mit einem „Spinal Tap“ Werbespot aus den 80ern, es folgte ein etwas überflüssiges Drumsolo und mit Heaven´s Hung In Black“ und „Blind In Texas“ das Finale des Abends. Wie das soll´s schon gewesen sein? Knappe 80 Minuten Spielzeit sind zu verbuchen obwohl ein beinahe 2 Stunden Set versprochen wurde. Und wo waren bitte „The Headless Children“ oder „Chainsaw Charlie“ abgeblieben? Ganz einfach, Mr. Lawless und seine Mannen haben die Setlist im Laufe ihrer Jubiläumsshow immer weiter gekürzt. Das ist neben der Enttäuschung immer wieder dieselben Songs bei einer W.A.S.P. Show zu hören zu bekommen, die größte Frechheit dieses Abends. Warum werden nicht mal Songs wie „Inside The Electric Circus“ oder „The Last Command“ gespielt? Was ist mit Songs der Alben „Unholy Terror“, „Kill, Fuck, Die“ oder „Still Not Black Enough“ (meiner Meinung nach eine der besten Scheiben, die Blacky je aufgenommen hat)? Schade, dass ganze Ären einer Schaffensphase einfach ausgeblendet werden. Als Fazit bleibt fest zu halten, dass es zwar mal wieder ein gutes W.A.S.P. Konzert war, die Versprechungen aus dem Vorfeld allerdings nicht erfüllt wurden und somit ein echt bitterer Nachgeschmack hängen geblieben ist.  (Zvonko)      

 

Fotos: Denis Hedzet vom Way Up Magazin


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