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Interview mit Michael Ehré von The Unity

 

 

 

The Unity haben mit „Rise“ ein sehr starkes Album nach ihrem erfolgreichen und Klasse Debüt präsentiert (Review dazu hier) und befinden sich derzeit mit Axel Rudi Pell auf Tour. Leider war es uns terminlich nicht möglich, die Band erneut vor Ort live zu besuchen, daher haben wir für euch schnell ein Interview per Mail vorbereitet, deren Antworten sich Schlagzeuger Michael Ehre annahm (im Bild unten ganz links) und ihr hier nachlesen könnt. Viel Spaß.

Totentanz: Hi Michael wie geht’s dir?

 

The Unity: Hi! Alles gut, wir stecken gerade inmitten der Vorbereitungen unserer Tour mit Axel Rudi Pell, weswegen es ein wenig stressig ist. Aber wir freuen uns total auf die Tour und können es kaum erwarten.

 

TT: Ihr habt mit „Rise“ sehr schnell ein neues Album nach eurem erstklassigen Debüt Album hingelegt. Wie kam es, dass ihr in so kurzer Zeit erneut so klasse Songs zusammen gebracht habt?

 

TU: Das fragen wir uns auch manchmal, hahaha...nein, im Ernst: uns blieb im Grunde keine andere Wahl. Zum einen wollten wir es genau so, weil wir nach unserem Debütalbum nicht viel verstreichen lassen wollten und zum anderen gab es das Angebot zu dieser Tour mit Axel, wobei klar war, dass sie nur Sinn macht, wenn wir ein neues Album am Start haben. Insofern hieß es „Augen zu und durch“.

 

TT: Im Review zu eurem Album habe ich die Scheibe ebenfalls wie das Debüt gelobt, ich hatte allerdings den Eindruck, dass der „happy“ Faktor ein klein wenig einer leichten melancholischen Stimmung (die ja durchaus auch auf dem Erstling zu spüren war und somit nichts vollkommen neues ist) gewichen ist. Kannst du dem zustimmen und wenn ja, was meinst du woran das liegt?

 

TU: Ich finde das so nicht. Wir hatten uns nicht vorgenommen, die Ausrichtung der Band zu ändern. Es gab nur den Plan, alles, was wir machen noch besser und evtl. etwas extremer zu machen. Vielleicht hat sich deshalb der Eindruck bei Dir eingestellt, dass das neue Album etwas melancholischer ist, was auch insofern richtig ist, dass wir auch diese Stimmung etwas extremer ausgearbeitet haben. Ich persönlich habe den Eindruck, dass die Grundstimmung des Albums ziemlich happy ist. Aber letztendlich ist das auch nicht so wichtig, so lange die Songs geil sind ;-)

 

TT: Kannst du mir etwas über die Texte erzählen? Gibt es einen roten Faden oder steht jeder Text für sich?

 

TU: Nein, es gibt genau wie beim ersten Album keinen roten Faden. Jeder Text und seine Story steht für sich. Unsere Texte haben zwar immer einen realen Bezug, aber von einem Konzeptalbum sind wir weit entfernt. Wir sind auch nicht eine Band, die über Drachen, Schwerter oder ähnliches schreibt, obwohl ich das mag! Aber es würde zu unserer Musik einfach nicht passen.

 

TT: Wo würdest du den Stil eher einordnen? Schon beim (deutschen) melodischen Power Metal oder eher im Hard Rock Sektor?

 

TU: Ich denke, dass wir uns irgendwo dazwischen einordnen können. Wir sind weder eine reine Heavy Metalband, noch sind wir eine Hardrockband. Wir haben durchaus Merkmale beider Stile in unseren Songs, aber eben bunt gemischt. Mir fällt da eine konkrete Kategorisierung immer schwer.

 

TT: Ihr habt von Anfang an gesagt, dies sei kein Projekt sondern eine Band. Fühlt ihr euch nach den ganzen Konzerten noch mehr als Band? Seit ihr mehr zusammen gewachsen?

 

TU: Ja, sicher. Das letzte Jahr war sehr ereignisreich und das zieht sich bis in dieses Jahr durch. Wir kannten uns ja alle schon bevor es The Unity gab, aber natürlich haben uns die Touren mit Sinner und Edguy und die ganzen Festivals näher zusammengebracht. Man verbringt ja schließlich viel Zeit miteinander, reist, übt, komponiert und tauscht Meinungen aus. Da rückt man unweigerlich näher zusammen.

 

TT: Ihr geht jetzt mit Axel Rudi Pell auf Tour. Für eine eigene Headliner Show ist es wahrscheinlich noch zu früh, aber wie sieht es mit Festivals aus? Das wäre doch eine gute Gelegenheit, euch größerem Publikum zu präsentieren. Irgendwie habe ich euch auf dem Sektor bisher vermisst.

 

TU: Festivals sind natürlich immer eine gute Gelegenheit, gerade eine neue Band einem großen Publikum vorzustellen. Du hast Recht: wir haben bislang zwar schon Festivals in Deutschland gespielt, aber da muss und wird auch noch mehr gehen in Zukunft. Deswegen arbeiten wir gerade hart daran, möglichst viele Festivals für´s nächste Jahr an Land zu ziehen. Mal schauen, was sich da so ergibt.

 

TT: Wenn irgendwann die Kürbis-Reunion gelaufen ist und Gamma Ray dann sicherlich wieder reaktiviert wird, wie wird dann die Zukunft von The Unity aussehen? Welche Ziele habt ihr mit der Band?

 

TU: An den Plänen von The Unity wird das rein gar nichts ändern. Wir koppeln die Zukunft von unserer Band nicht an Gamma Ray, zumal wir zum jetzigen Zeitpunkt auch überhaupt nicht wissen, wann und wie es mit Gamma Ray weitergehen wird.

 

TT: Selbst eigentlich schon ein Konzert der Helloween Reunion gesehen?

 

TU: Ja, in Bochum. Das war der Hammer.

 

TT: Was macht eigentlich Dirk Schlächter derzeit? Scheint mir, als wäre er der einizige Arbeitslose in dem Konstrukt.

 

TU: Ich bin in regelmäßigem Kontakt mit Dirk. Ihm geht es soweit gut und arbeitet an verschiedenen Dingen und Projekten.

 

TT: Dadurch, dass ihr schon lange im Musikbiz untwerwegs seit, habt ihr natürlich Kontakte.. Aber wie schwierig war es dennoch für euch als Newcomer dorthin zu gelangen, wo ihr jetzt steht? Und habt ihr alles selbst in der Hand oder gibt es ein Mangament und evtl. soetwas wie einen masterplan, dem ihr folgt (ähnlich wie Sabaton, deren Aktivitäten schon 3 Jahre im Voraus geplant sind)?

 

TU: Wir verfolgen schon einen Plan, den wir allerdings nie und nimmer alleine und ohne Hilfe durchziehen könnten. Unsere Plattenfirma SPV macht einen Superjob und unterstützt uns nach besten Kräften. Auch haben wir mit Nine Lives Entertainment eine der größten Bookingagenturen in Deutschland am Start, die ebenfalls kräftig rühren. Ohne die wären wir jetzt nicht da, wo wir sind.

 

TT: Was hörst du derzeit für Musik? Altbekanntes, neue Entdeckungen?

 

TU: Ehrlich gesagt höre ich gar nicht so viel gerade, weil es mein Zeitplan nicht hergibt. Ich versuche allerdings immer auf aktuellem Stand der Dinge zu bleiben, um zu wissen, was gerade im Hardrock- und Metalsektor gerade so passiert. Natürlich höre ich auch noch viele „alte“ Scheiben, die mich vermutlich auch den Rest meines Lebens begleiten werden. Meine Faves sind da Judas Priest, Black Sabbath, Dio, Rainbow, Purple usw. An neuen Sachen gefallen mir besonders die letzten Scheiben von Pretty Maids ausgesprochen gut.

 

TT: Bei euren Touraktivitäten habt ihr bestimmt auch kurioses oder lustiges erlebt. Magst du uns etwas davon erzählen?

 

TU: Es passieren natürlich immer irgendwie lustige Dinge auf Tour, allerdings sind das meistens Geschichten, bei denen man dabei gewesen sein muss. Für Außenstehende, die nicht dabei waren, ist es dann oft nicht mal ansatzweise lustig, hahaha. Aber wer einen Einblick in unser Tourleben bekommen möchte, der sollte sich unsere Tourblogs „UniTV“ auf YouTube ansehen. Die sind in der Beziehung sehr aufschlussreich ;-)

 

TT: Dann danke ich dir vielmals für das Interview und wünsche euch noch alles Gute für die Zukunft, auf das noch viele weitere Alben mit dem Maßstab der beiden erschienenen folgen werden und ihr euch noch oft auf den Bühnen präsentieren werdet.

 

TU: Vielen Dank Röbin, wir werden alles dafür geben ;-)

 

(Röbin)

 

https://www.unity-rocks.com/

 

 

 


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