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PROGENY OF SUN - Throne of DesolationPROGENY OF SUN - Throne of Desolation
(Inverse Records)

 

Seit einer halben Ewigkeit warte ich auf den Startschuss zum full-length Erstschlag der finnischen Black/Deather PROGENY OF SUN. Mit "Throne of Desolation" hat das 2017 gegründete Quintett aus Helsinki und Seinäjoki nun endlich sein Debüt auf die Startrampe gerollt. Der düstere, bedrückende, und monströse Black/Death wirkt mit seiner leicht progressiven Ader gleichermaßen verstörend, wie erhaben. In den zwölf Kompositionen, die "Throne of Desolation" zu bieten hat, steckt verdammt viel Herzblut und Liebe zum Detail. Das hört man auf Anhieb!

 

Ob nun Dynamik, Flair und Aura oder die vielen niveauvollen Wechsel in Stil und Geschwindigkeit, die die progressiven Aspekte unter einer Art ausgeklügelten Deckmantel, nahezu permanent in den Vordergrund rücken: PROGENY OF SUN verstehen ihr Handwerk auf allen Ebenen, haben so ziemlich jedwede Gangart im Repertoire und bleiben dabei stets Herr der Lage. Neben den alarmierenden Gitarrenloops der Saiten-Hexer Jaakko Hautamäki und Joni Kiviniemi, werden gerne mal Piano-Violinenklänge oder Akustikgitarrenparts kredenzt, die zum Teil mit Klargesangspassagen der Abkühlung dienen sollen und wie die Faust aufs Auge passen. So könnte man PROGENY OF SUN in den loweren Passagen als regelrecht anschmiegsam und ver(alb-)träumt bezeichnen. Foto: Niko AromaaNiko Aromaas schizophrenisch wütendes Black Metal-Gezeter, befindet sich ansonsten im steten Austausch mit grobschlächtigem Roaring und monströsem, machtbesessenem und tiefdunklem Death Metal-Growling. Nicht zuletzt aufgrund der finsteren bis garstigen Wandlungsfähigkeit von Nikos starker Vocalperfomance, sind die Grenzen von Death und Black Metal oftmals fließend.

 

"Throne of Desolation" ist ein wölfisches Debüt der Extraklasse geworden, dem man immer wieder gerne seine Lauscher schenkt. Der Titel bezieht sich auf jemanden oder etwas, das die Existenz des Lebens in multipler Form terrorisiert, wenn ihm erst einmal Autorität verliehen wird. Innerhalb der, meist rauen und groben, seltener (mal) empathischen oder einfühlsamen 47:03 Minuten wird stets für Kurzweil und Atmosphäre gesorgt. Hier kommen die schnellen und derben Rhythmen, die Juha Peura auf sein Drumkit zimmert ebenso zur Geltung, wie die groovig treibenden Passagen, bei denen sich Tuomo Tolkkis Bassarbeit besonders eindrucksvoll durchdrückt.


(Janko)

https://www.facebook.com/Progenyofsun

https://www.instagram.com/progenyofsun

https://progenyofsun.bandcamp.com

 

Checkt die Videos der Abkömmlinge der Sonne:

Damsel:

https://youtu.be/B1-Gg3Nb7X0

 

False Radiance:

https://youtu.be/jChe-Br_h80

 

Courier:

https://youtu.be/5snD3Pb-pm4


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