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Leaves Eyes – The Last Viking
(AFM)

 

Zunächst mal dürfte klar sein was Leaves Eyes hier abliefern: melodischen, eingängigen Metal mit weiblichem Gesang der ab und an durch Growls durchschnitten wird und auf den großen Festivalbühnen richtig abräumen wird. Der Titel lässt schon eine weitere Zutat erahnen, fette Chöre, die das epische der Wikinger untermauern sollen, sodass hier und da Amon Amarth durchblitzen. Ganz stark kommen aber vor allem Sabaton bei „Serpents And Dragons“ raus, die zwar nichts mit Wikinger zu tun haben, musikalisch aber derart erfolgreich sind, dass man natürlich versucht ist in deren Gefilden zu fischen. Fragt man sich nur, wie oft der Gedanke „das können wir doch nicht bringen“ beim Aufnehmen des Songs in dem ein oder anderen Kopf herumgeschwirrt ist.
Das nachfolgende „Dark Love Empress“ kommt dafür wieder etwas eigenständiger daher und hat einen richtig guten Pre-Chorus und Refrain am Start, etwas Nightwish lastig, aber gefällt. Mystisch kommt „Two Kings Of Realm“ während „For Victory“ ordentlich nach vorne geht und ganz deutlich zeigt, kopieren hätte die Band eigentlich gar nicht nötig. Nach der Schunkelhymne „Varangians“ geht es leider wieder zu vorhersehbar weiter, „Night Of The Ravens“ ist z.B. 95 % pures Nightwish Geschäft. Einzig der überlange Titelsong bietet nochmal etwas mehr Originalität.
Hat mich die Vorgängerscheibe noch überrascht, da ich eigentlich dachte mit dieser Band nichts Anfang zu können, so enttäuscht diese Scheibe ein wenig. Keine Frage, dem Zielpublikum wird die Platte runterlaufen wie Öl, mir kommt das Gesamtkonzept aber zu sehr konzipiert und abgekupfert vor. Gute Melodien und ein paar richtige gute Stellen sind durchaus vorhanden, aber Kalkulation überwiegt hier doch sehr, sodass die guten Ansätze dann leider zu schnell verpuffen.

 

(Röbin)

 

https://www.leaveseyes.de/


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