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ChaosPathDownfall.jpgChaos Path – Downfall

(Eigenproduktion)

 

Ziemlich beeindruckend wie konsequent CHAOS PATH in der kurzen Zeit ihres Bestehens agieren. Erst 2016 gegründet, haben die Kasselaner nach einer Demo-EP (2018) schon ihr erstes Album fertig. „Downfall“ gibt es als Vinyl in einer limitierten Auflage von insgesamt 500 Stück (200x schwarz, jeweils 100x in splatter, gelb und grün, inkl. Textblatt) oder als Download. Die Band hat sich für „Downfall“ also merklich Mühe gegeben und in Unkosten gestürzt, denn die Produktion und das wirklich cool gezeichnete Cover sind extrem gelungen und machen definitiv nicht den Eindruck einer Eigenproduktion. Wer nach diesem Review Interesse an diesem schwarzen (oder bunten) Gold hat, sollte sich also beeilen. CHAOS PATH spielen eine düstere Mischung aus Thrash, Death und Black Metal, die durchgehend mit normalen Metal-Vocals versehen ist, was den Songs definitiv eine andere Stimmung verleiht, als man es bei dieser Mischung gewohnt ist. Gelungen ist ebenfalls die meistens melodische Gitarrenarbeit, die fließend zwischen Thrash, Death und Black Metal pendelt, ohne dass die Songs wie Stückwerk klingen. Mir persönlich laufen die eher thrashigen Songs „The Rise of Chaos (Chaos Path Part II)“ und „White Kingdom of Ice (An Ancient Story)“ am besten rein. Vor allem „White Kindom of Ice“ schlägt nach anfänglicher schwarzmetallischer Raserei in einen geilen Black-Thrasher um. Etwas langsamer kommen „The Living Flame“ und „Among Wolves“ aus den Boxen. „Der Blutmarsch“ präsentiert sich als fieser, schwarzer Brocken, mit dissonanten Akkorden und deutschen Text, der zwar die beklemmende Stimmung des Inhalts gut transportiert, hier und da aber auch etwas holprig oder auch zu plakativ rüberkommt. Die Songs sind nicht mit zu vielen Sperenzchen beladen und kommen schnell auf den Punkt. Interessant wäre es, den Vocals in Zukunft ein paar kleine Melodien zu spendieren, denn Sänger Dirk „Ancient Weapon“ Schneider klingt, als ob er das locker hinbekommen sollte. Als Vinyl-Only-Bonus gibt es „Among Wolves“, bzw. „Unter Wölfen“, noch in einer deutschen Version, aber auch hier sind die deutschen Texte nicht unbedingt meine Baustelle. Ich bin gespannt, wohin hier die Reise für die Herren noch geht. Das Album (15€) und weiteres Merch sind im Shop auf der Bandpage zu finden. CHAOS PATH haben mit diesem Album auf jeden Fall eine gute Bewerbung für das ein oder andere Genre-Festival im nächsten Jahr abgegeben. Da sollte definitiv einiges gehen…

 

(Schnuller)

 

http://www.chaos-path.de

 


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