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Baest - VenenumBaest - Venenum

(Century Media)

Zuerst noch in der Schreibform BÆST (= Biest, Tier, Vieh), kurze Zeit später jedoch der Einfachheit halber in BAEST "umbenannt", existieren die Death Metal Shootingstars seit Oktober 2015. "Venenum" (Latein = Gift) ist die zweite Wuchtbrumme des Traditional SWE-Death Five-Piece aus Aarhus, Dänemark. Wie man dem schwermütig groovenden, dennoch straighten und schnörkellosen Extrem-Eisen direkt anhören kann, ließen sich BAEST von Death Metal Monstern wie BLOODBATH und ENTOMBED (daher der Buzzsawsound), sowie BOLT THROWER (die man hier auch mit einem Cover bedacht hat), DEATH, DISMEMBER, MORBID ANGEL oder auch OBITUARY beeinflussen. Herausgekommen ist ein rundum gelungenes Zweitwerk, das zwar kaum Neuerungen schafft, dafür aber den Sound, die Glorie, sowie die Aura des '90er Schwedentods in das 21. Jahrhundert transferiert und aufzeigt, dass dieser Sound noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

 

In 44:41 Minuten erwarten den gierig lechzenden Old School Death Metal Fan zehn ehrliche und ursprünglich gehaltene Tracks (wenn man das Akustikgitarren Interludium "Styx" mitrechnet), die BAEST voller Leidenschaft zockt, mit Leben erfüllt und derbe, wie bösartig in den Raum presst. Ist der Opener "Vitriol Lament" noch eine der schnelleren Nummern, so überzeugt gerade der schwerfällige Buzzsaw-Sound à la "Gula", mit seinen ordentlich tiefergelegten Gitarrenwänden und dem endfetten Bassgewummer. Einfach göttlich das! Die sauber gesetzten Tempowechsel sind oftmals eine Kombination aus einer eher doomigem Fellbearbeitung und verschiedenen schnelleren Sequenzen, die immer wieder zwischen den schwermütigen Parts in Aktion treten. Melodische Passagen sind hingegen eher Mangelware.

 

Das gebieterische, kompromisslose und grobschlächtige Growling von Simon Olsen duldet keinerlei Widerspruch und so bauen BAEST einen durchweg monströsen und dogmatischen Sound auf. Das düstere "Heresy" das zwischen wabernden und schnellen Passagen hin und her wechselt erinnert mich schwer an BLOODBATH, an denen BAEST ohnehin einen Narren gefressen zu haben scheinen. BAEST - BandAber auch "As Above So Below", "Sodomize" oder "Empty Throne" sind bockstarke Songs, die ihren Vorbildern in nichts nachstehen. So überzeugen BAEST nicht zuletzt von der technischen Seite her und sind musikalisch absolut on Top! Der düster, ja fast schon dämonisch anmutend Gesamteindruck, der bombastische Boss HM-2 Gitarrensound, das punktgenaue und facettenreich gedroschene Schlagwerk und der vibrierende Bass...hier stimmt einfach alles! Zum Abschluss der Digipak-Version gibt es dann noch ein ziemlich fett groovendes BOLT THROWER-Cover zu "No Guts, No Glory" von deren 1998er "Mercenary"-Album.

 

BAEST verwursten gerne religiös geprägte Themen wie Blasphemie, Apokalypse, die sieben Todsünden, die Höllenkreise, kirchliche Historie oder auch die Gehirnwäsche durch Kirche und Politik. Die Trackauswahl ist "heavy as hell" und sehr abwechslungsreich gestaltet. Aufgenommen wurde der gemächlich vorbeiziehende Brutalo-Gewitterausbruch "Venenum", welcher eine durchweg gelungene Huldigung an die Urväter des Genres darstellt, im FinlandStudio in Aarhus. Gemixt und gemastert wurde BAEST 2.0 hingegen von Andreas Linnemann im Hop House Studio. Für Freunde des klassischen Schweden Sounds definitiv erste Wahl!

 

(Janko)

https://www.baestband.com/

https://www.facebook.com/baestband/

 

 

Hier gibts BAEST für Augen & Ohren:

Vitriol Lament:

https://youtu.be/j8nB3VzGAZk

 

Gula:

https://www.youtube.com/watch?v=9wbxBQ3nw5A

 

As Above So Below:

https://youtu.be/JsgkLc5kYtU


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