Aktuelles Magazin

totentanz nr. 29

Totentanz on
Totentanz Magazin bei Facebook

Aktuell sind 312 Gäste und keine Mitglieder online

In Demoni - The Grand SlamIn Demoni - The Grand Slam
(Rotten Cemetery Records) 

Deutschland ist ein fruchtbarer Boden um die Saat des Extrem Metals zu sähen. So haben sich IN DEMONI aus der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt auch dem Brutal Death Metal verschrieben. Indes vom Duo zum Quintett angewachsen, existiert das Magdeburger Krachkommando im Prinzip seit 2010. Die Highspeed Knüppelorgie „The Grand Slam” stellt ihren zweiten Studio-Kadaver dar, der sich allerdings nicht blind in den vernichtenden Malstrom des stupide gezockten Knüppeltods stürzt, sondern Death/Grind/Gore/Groove/Slam und Porngrind auf äußerst subtile Weise zu einem abwechslungsreich gedroschenen und gehackten, knallhart auf den Punkt gebrachten Hörvergrnügen vereint. Es ist ein böse, dreckig und gemein gezocktes Blastgewitter, das sämtliche Naturgewalten in sich aufsaugt.

 

In 38:59 Minuten erwarten den geneigten Hörer zwölf brutale Extrem Metal Nummern mit nicht immer so ganz ernst gemeinten, teils gar sexistischen Texten in englischer Sprache. So könnte man also fragen, heißen die Magdeburger nun IN DEMONI oder „In de Moni“? Die dauergeilen Spaßvögel beherrschen ihre Instrumente 1 A und haben ihre bockstarken Ideen perfekt in Szene gesetzt. So boxt der "extreme weird'n'brutal Death-To-The-Core" der sachsen-anhaltischen Leichenfledderer jeden Luschi von der Gasse. Das kaum zu verstehende, gewalttätige Death Gemurmel, wie auch das authentisch kraftvolle und wütende Grunting von Steiner (ex-EVERLASTING CARNAGE) fetzt ordentlich. Mit dem dunklen Death Grunzen und den hellen Kreischgrowls presst die Frontmaschine zweistimmige Vokills in den Raum. Hinzu gesellt sich ein polyrhythmisches Drumspiel mit sprunghaften Tempo- und Richtungswechseln, reißerische Gitarren und auch die Bassaxt drückt sich extrem geil durch. Die wuchtig stampfenden Riffbollwerke werden immer mal wieder von durchgeknallten, progressiven Elementen, wie Piano Einspielern, gezupften Gitarrensequenzen, irren Soundlayers oder sonst irgendwelchen Blödelkram durchkreuzt. So kontrastieren IN DEMONI die extrovertierte Wucht der Brachialität mit dem Augenblick der Banalität. Die progressiven Arrangements sind jedoch in der gesamten, schwer nach vorne schiebenden Rhythmusfraktion auszumachen. Die Sachsen-Anhalter brauchen sich daher auch kaum hinter Szenegrößen zu verstecken und können definitiv schon jetzt mit den großen Pissen gehen.

 

Mit dem technisch durchaus hochwertigen Extrem Geballer „The Grands Slam“ ziehen IN DEMONI wahrlich alle Register. Vor allem die enorme Geschwindigkeit der Drums, wie auch die Megaperformance der beiden Gitarreros Carsten und Mathi faszinieren mich von Anfang an. Den brutal drückenden Mix und das Mastering der sauberen, druckvollen Produktion besorgte, wie bereits dem 2013er Debüt „So trieb sich die Welt ins Dunkel“ und der 2016er EP „Genetic Degeneration“ Dennis Israel im Ochtagon Studio. Was für die einen purer Krach darstellt, ist für die anderen das Extrem Metal Paradies auf Erden. Für Freunde von SUFFOCATION, KRYLITHSIC, DYING FETUS, CHAOSPATH, AVERSIONS CROWN, OBSOLETE INCARNATION, CARNAL DECAY, THY ART IS MURDER oder auch EMMURE dürften IN DEMONI sicherlich ein gefundenes Fressen darstellen. Wem DEBAUCHERY, SIX FEET UNDER oder CANNIBAL CORPSE wie ein Kindergeburtstag vorkommen, der sollte hier mal ein Ohr riskieren. Und für diejenigen unter euch, die für solch brutale Musik einfach nicht geschaffen sind, sei noch angemerkt: Apfelkuchen essen hilft vielleicht. Der schmeckt nämlich hoch genauso gut wie runter. ;-)

(Janko)

www.indemoni.de
https://www.facebook.com/InDemoni

 

 

Schaut euch die Jungs beim Brötchen und Kuchen essen, sowie beim Lauch zerbrüllen an:


It's Not How It Sounds Like:
https://www.youtube.com/embed/n2DwuF8rt3A?ecver=1

 


Musik News

Movie News