Aktuelles Magazin

totentanz nr. 29

Totentanz on
Totentanz Magazin bei Facebook

Aktuell sind 320 Gäste und keine Mitglieder online

Verberis - Vorant GnosisVerberis – Vorant Gnosis

(Pulverised Records)


Nach dem 2014er Demo „Vastitas“ und dem 2016er Debüt „Vexamen“ stellt die Zwei-Track-EP „Vorant Gnosis”, der Doom Black/Death Metaller VERBERIS aus Neuseeland ihr drittes Lebenszeichen dar. Seit die Insulaner, die sich gerne als Metaplasmus "VRBRS" abkürzen, 2012 erstmalig im Extrem Metal Sektor aufschlugen, kreieren sie ausufernde musikalische Landschaften, die stets in ein düsteres, gar bedrohliches Gesamtkonstrukt gebettet sind. Man frönt den verschiedensten Stilen, reiht diese gekonnt aneinander, vermischt sie schon mal oder springt zwischen ihnen hin und her. Der verstörende, eine geistige Leere produzierende Doomfaktor ist hierbei allerdings allzeit präsent und schwebt über allem wie das Schwert des Damokles. Aufgrund von Anonymität, Mystik und Irrelevanz, wie es der führende Kopf der Band „DA“ darstellt, erfährt man allerdings recht wenig über den festen inneren Kreis der Band und seine Gastmusiker drum herum.

"Vorant Gnosis" bändigt seine ureigenen Dämonen scheinbar in vollkommen denaturierter Isolation. Die Atmosphäre bleibt höhlenartig kalt, nebulös und seltsam nonexistent. VRBRS‘ Ambient Heathen Doom Black/Death, der zwischendurch gerne mal ordentlich auf die Tube drückt, ist keinesfalls schlecht gespielt, mir aber in der Gesamtbetrachtung dann doch etwas zu unspektakulär. Einsam und verzweifelt, plänkelt „Vorant Gnosis“ vor sich hin, gibt irgendwann einmal Gas, friert wieder ein und taucht in haltlose Welten ein. Leider bleibt auch nach dem fünften oder sechsten Durchgang nicht allzu viel davon hängen. Allerdings liegt darin auch keinesfalls VRBRS‘ Anspruch begründet. Das langgezogene, hellere Growling, das ranzige, düster schwere Riffing oder die anpassungswillige, wie richtungweisende Fellbearbeitung klingt derart nihilistisch, dass sich die Vergänglichkeit der beiden überlangen Tracks „Vorant“ und „Gnosis”, die es auf eine ganz beachtliche Gesamtspielzeit von 32:08 Minuten bringen, von selbst erklärt. Das muss so!

Das erste Stück „Vorant“ sticht knapp 80 Sekunden lang mit einer verzerrten, dynamischen Elektrosequenz ins Grundrauschen des ultimativen Nichts. Dann setzen schwergewichtige, paraphonisch verstimmte Gitarren ein, zu denen sich ein langsames, variables Schlagwerk gesellt, das immer mal wieder kleinere Kapriolen schlägt. Nach etwa drei Minuten gesellt sich ein raues, heiseres Todesröcheln hinzu. Nach der Doppelung der vergangenen Zeitspanne wird letztendlich der Knüppel aus dem Sack geholt und es gibt mächtig was auf die Mütze, um bei der 8:30 Minuten Marke wieder in sein altes, doomig nihilistisches Muster zu verfallen. Die Einfalt der Kakophonie in den Urzustand der Katatonie.

„Gnosis“ hingegen beginnt mit einem ausladenden Akustik E-Gitarrenpart, zu dem sich seichte Ride- und Crash-Becken-Anschläge gesellen. Düstere, neurotische Gitarrenläufe setzen ein, lassen das Drumkit um sich herum kreisen, bis es sich zur völligen Ekstase erhebt. Der pestgetränkte Todeshauch setzt hier sogar erst nach über vier Minuten Spielzeit ein. Immer noch werden die Felle ordentlich malträtiert, wobei sich der Gesang vornehm zurückhält und sich nicht an den Geschwindigkeitswahn gebunden sieht. Nach weiteren 120 Sekunden setzt ein heller, verzerrter Break ein, dem eine Akustik E-Gitarren Sequenz folgt. Anschließend frönt man wieder den oberen Tempo Bereichen. Schon nicht schlecht das Ganze, doch alles bleibt leer, trist und kalt. Als hätten VRBRS das Elend Mensch Endgültig von der Erde gefegt. So richtig meins ist das Ganze aber dennoch nicht.

(Janko)

https://www.facebook.com/verberis/


Musik News

Movie News