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totentanz nr. 29

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Gateway - Boundless Torture Gateway - Boundless Torture

(Pulverised Records)

Lust auf eine kleine Schmerz Seance? Dann seid ihr beim Folterkönig von GATEWAY goldrichtig. Die belgische One Man Army performt nämlich eine düstere Tortur aus Qual, Pein und Hass. Nach einem Demo, einer EP und zwei Komplettwerken, haut die missgünstige Doom Schmerzwelle, die lediglich aus dem Belgier Robin Van Oyen stammt, mit "Boundless Torture" seine zweite Doom/Death EP raus. 2013 in Brügge aus der Taufe gehoben, lässt sich Robin von MORTICIAN, RIPPIKOULU, CIANIDE, COFFINS, INCANTATION, SLUGATHOR, UNDERGANG, WINTER, VASTUM, FLESHCRAWL, DISMA, AHAB, EVOKEN und SPECTRAL VOICE inspirieren. Über die Foltermusik der One-man DIY Death Doom Destruction aus Westflandern gibt es ansonsten nicht allzu viel Infos im Internet. 

Die vier neuen Tracks auf "Boundless Torture", weisen so unterschiedlichen Lauflängen wie 01:33 bis 10:24 Minuten auf und bringen es so auf eine Gesamrotationszeit von 22:39 Minuten. Schleppend, doomig, zäh und verdammt bassträchtig sind die Stücke denn auch und klingen schwer nach erstickender und verdammt schweißtreibender altertümlicher Sklavenarbeit im Erzbergwerk. Aus den tiefen seines gutturalen Abyssales stößt van Oyen, der alles an seinem schwermütigen Doom Death Metal selber bastelt, sein dämonisch düsteres, langgezogenes Todesgrummeln aus. Wie ein riesiger gefräßiger Wurm, der durch die Arbeiten im Bergwerk aus seinem tausendjährigen Schlaf erweckt wird, windet er sich um die schier erdrückenden Basslinien und das unbarmherzige Schlagwerk, dass die 80 Bpm Marke kaum einmal zu überschreiten wagt. Der omnipräsente Bass durchzieht die musikalischen Landschaften wie ein Vorbote aus geronnenem Blut, Unheil und Verderben. Die Gitarren sind lediglich Ambient und spielen eine eher hintergründige Rolle.

 

Der faulig modrige Sklaven Treck aus der Unterwelt verströmt einen äußerst unangenehmen Verwesungsgeruch. Wie sich ausbreitender Schimmel überzieht "Boundless Torture" die höhlenartige Unterwelt. Umspült von beängstigenden, verstörenden Soundlayers zieht die zähe Masse durch den Berg wie eine feuchtkalte Aura aus Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Selbstaufgabe und Tod. Tiefdunkle, schwere Kost!


(Janko)

https://www.facebook.com/gatewaydeathdoom


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