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Killing Capacity - Machines Of War EPKilling Capacity - Machines Of War EP

(Eigenproduktion)

Die vierköpfige Kriegsmaschine aus Hof rollt an und testet ihre Tötungskapazität. „Machines Of War“ ist die Five-Track Debüt EP der oberfränkischen Death’n’War Machine KILLING CAPACITY. Seit 2016 sind die Oberfranken nun on stage und verbreiten Angst und Schrecken mit ihrem rohen Combat Death Metal, der mächtig auf Krawall gebürstet ist. Musikalisch spielt sich das Ganze unüberhörbar im dreckigen Old School Milieu ab. Die raue, ungeschönte, aber vergleichsweise auch grässliche Produktion kann, aufgrund der flachen, nicht gerade homogenen und alles andere als druckvollen Produktion, zu Beginn kein wirkliches Interesse bei mir wecken. Ist der Opener und Titeltrack „Machines of War“ noch etwas holprig, wird jedoch spätestens mit „Homicidal Rage“ klar, dass der traditionelle, mehrstimmig besungene Todesmörtel, gepaart mit Groove und Hardcore Versatzstücken, sowie ein gaaanz klitzeklein wenig Melodie, doch mehr zu bieten hat, als zu Anfang gedacht. Mit einer basslastigeren und rein soundtechnisch differenzierter und besser aufeinander abgestimmten Produktion, wäre hier sicherlich noch wesentlich mehr drin gewesen.

 

Das Death Growling und das ketzerisch kratzige Screaming der beiden Sänger David Blechschmidt (der nebenbei noch die Gitta spielt) und Schlagwerker Michael Gückel (der noch bei HOMICIDAL VIOLENCE die Mikromembranen malträtiert), kann noch nicht als wirklich ausgereift bezeichnet werden. Man wirkt zum Teil auch etwas unsicher. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und lässt KILLING CAPACITY ein wenig unprofessionell erscheinen. Killing CapacityWir haben es bei der „Machines Of War“ EP allerdings auch erst mit dem Debüt der Oberfranken zu tun und daher ist das hier meckern auf hohem Niveau. Dass nicht immer alles auf Anhieb klappen kann ist doch ganz klar. Dass die Jungs aber durchaus Potential versprühen, kann man dem Underground Demo von KILLING CAPACITY kaum ernsthaft in Abrede stellen. Vielleicht ist der Rezensent auch einfach nur zu verwöhnt von den, zumeist sehr guten Produktionen, der Bands mit Label im Rücken.

 

Die guten Ansätze gibt es auf der 17:23 Minuten rotierenden Five-Track Zentrifuge „Machines Of War“ durchaus zu vernehmen, wie das ansprechende, etwas langsamer rollende „Homicidal Rage“ beweist. Mit einer coolen, abwechselnden Gesangsperformance zwischen hellerem Gekeife und dunklerem Growling, klingt das Ganze extrem roh und oldschoolig. „Counter-Coup“ hingegen ist eine kranke, schnelle Death Nummer, mit coolem Refrain, knarzigem Riffing, rolling Bridges und ner abgefuckten kick-ass Attitüde. Der schizophrene, heisere Kreisch- und Growlgesang bei 41,9° Fieber kommt schon ziemlich abgefahren daher, jedoch sollten die Jungs allgemein mehr Wert auf eine klare Richtung und einen flächendeckenden Ausdruck ihrer Growls, Grunts und Screaches legen. „Addicted to Death“ beweist das Näschen für gute Dramaturgie und eine sauber aufeinander abgestimmte Backmannschaft. Auch das letzte Stück „Trauma“ ist ein klasse umgesetztes Groove Monster. Die Produktion ist aber schon wirklich arg rau, dreckig und böse, dafür aber auch authentisch bis auf die Knochen. Wen das nicht weiter stört, sollte der oberfränkischen Death’n’War Machine mal eine Chance geben, denn verdient hätten es die Jungs allemal. 

 

Und Ausreden gibt's nicht, denn hier gibt's den kompletten Stream zu "Machines Of War": https://www.youtube.com/watch?v=t3FpkiSrOZ4


(Janko)

https://www.facebook.com/killingcapacity/


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