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Judas Priest – Firepower (Hail or Kill Review)Judas Priest – Firepower (Hail or Kill Review)
(Sony)

Wenn man auf eine so lange und bedeutende Karriere zurückblicken kann wie die Engländer Judas Priest, dann kann man es sich einfach machen und mit „Best Of“ Programm Jahr für Jahr durch die Botanik touren. Oder man ist noch hungrig zu zeigen, dass man es noch kann und mit neuer Mucke an den Start gehen – so wie in den letzten Jahren Deep Purple, Iron Maiden, Saxon, Black Sabbath – die alle mit ihren letzten Studiowerken überzeugen konnten! Rob, Ian, Ritchie, Glenn und Scott tun mit „Firepower“ genau das –sie überzeugen, überraschen und reißen die gesamte Metal Welt zu Begeisterungsstürmen hin! Die Scheibe kommt so was von gut an – einen dermaßen großen Aufruhr erlebt man (in der Szene) nicht alle Tage. Warum ist das so? Ich denke weil die Metal Gods eine völlig richtige Entscheidung damit trafen Andy Sneap ins Boot zu holen – dass der als Producer frischen Wind bringen kann, bewies er u.a. bei Accept! Und dass der „Old School Vibe“ gesichert ist – dafür sorgt der altgediente Tom Allom, der Meisterwerke wie „Screaming“ und „Defenders“ mit den Priestern aufnahm. Ein solches Power Team kreiert natürlich eine druckvolle Hammer Produktion, doch die Songs müssen natürlich auch stimmen – und das tun sie! Egal ob ihr „Painkiller“ ähnliche Vollgas Hämmer wollt (der Titeltrack und „Flame Thrower“ bieten das), ohrwurmtaugliche Heavy Metal Hits („Lightning Strikes“, „Never the Heroes“), „Turbo“ Anleihen in „No surrender“, Düster Doom in „Spectre“ oder einen epischen, melodischen Schluss-Track wie „Sea of Red“ – ihr bekommt hier die ganze Palette dessen was Judas Priest ausmacht. Rob Halford singt fantastisch dazu und man muss feststellen, dass alles frisch, originell und einfach richtig gut rüberkommt. Ob es am verstärkten Songwriter Input des jungen Ritchie Faulkner lag? Ob Andy Sneap Schuld ist oder die alte Garde einfach nochmal alles rausgeholt hat? Wahrscheinlich passt alles zusammen – die Sterne standen gut für „Firepower“, man kann das Review wirklich nur mit dem alten Zitat beenden: THE PRIEST IS BACK! Hail! (Arno)


Die Briten von JUDAS PRIEST waren mir ja schon immer etwas suspekt. In nietenbestückte Lederoutfits gehüllte, dem gleichen Geschlecht zugeneigt wirkende und mit den übelsten VokuHila-Haircrimes ausgestattete Heavy Metal Freaks, die jedoch zurecht große Erfolge mit diversen Klassikern ihrer nahezu ein halbes Jahrhundert währenden Bandgeschichte feierten. Das allein ist schon äußerst bemerkenswert und nötigt ein gewisses Maß an Anerkennung und Respekt ab. Bekannt für ihre bissigen Gitarrenduelle, hohen Screams und donnernden Drumgewitter, haben sich die Heavy Dinos in den letzten Jahren musikalisch eigentlich gar nicht so arg verändert. Rein nach dem Motto „Never change a winning team“, geht man auch mit Album Nummer 18 ins Gefecht. Die Heavy Metal Veteranen haben mit „Firepower“ mal wieder den richtigen Herzschlag zum momentanen Zeitgeist gefunden. Wie Arno bereits schrieb, dürfte Sounddesigner Andy Sneap, der künftig auch als Live Gitarrist für den, an Parkinson erkrankten Glenn Tipton einspringen wird, daran nicht unerheblich Anteil haben. Es sind einfach aufzunehmende, leicht zu verarbeitende, dennoch gute Songs mit komplexer Struktur, starken Leads und dem gewissen Etwas, das es schon braucht, um seine Alben heute noch an die Frau oder den Mann zu bringen. Die Songs dürften zwar gerne etwas speediger daherkommen, überzeugen aber durch ihre sauber aufgebaute Dramaturgie. So bauscht sich „Necromancer“, ein in den Anklängen noch recht unspektakulärer Song, recht schnell zu einem Heavy Smasher mit enormer Durchschlagskraft auf, der sicherlich auch Live ein absolutes Brett darstellen dürfte. Für mich neben „Flame Thrower“, mit seinem durchsetzungsstarken Refrain der Überhit des Albums. „Firepower“ beinhaltet zwar kaum echte Killersongs, dafür aber Songs, die wirklich klasse arrangiert sind, richtig viel Spaß bereiten und weder verbaut, noch verfrickelt oder gar verkopft sind. Ganz im Gegenteil, hier folgt ein starker und offener Titel dem nächsten. Selbst massenkompatible Stücke, wie die Singleauskopplung „Spectre“ sind richtig cool und wirken keinesfalls wie reine Cashmaker. Die fetten Hymnen zeugen vom homogenen Zusammenwirken der gesamten, über die Jahre zu einem festen Stahlgeflecht zusammengeschweißten Brotherhood in Metal. (Janko)

 

Arno hat im Prinzip bereits alles gesagt was man zum 18. Werk „Firepower“ von JUDAS PRIEST sagen kann. Die Scheibe läuft seit Veröffentlichung quasi in Dauerrotation. Zuhause, auf der Arbeit, im Auto. Ganz egal. Gelegentlich bekommt die Scheibe mal eine Pause damit sie abkühlt und dann finden stattdessen unverrückbare PRIEST Klassiker wie „Painkiller“, „British Steel“ oder „Sin After Sin“, „Turbo“ oder „Ram It Down“ (ja, hat unverständlicherweise auch seine Kritiker) den Weg in die Anlage. Und nein, „Firepower“ braucht sich hinter diesen Großtaten nicht zu verstecken und den Vergleich keineswegs zu scheuen. Ganz im Gegenteil. Immer wieder blitzt dieser alte Spirit auf und packt zudem noch den Aspekt der Moderne auf. Wer bei nach vorne treibenden Songs wie dem Titeltrack, „Lightning Strikes“, dem bedrohlichen Necromancer“ oder der gänsehauterzeugenden epischen Halbballade „Sea Of Red“ (um nur einige zu nennen), das Haar in der Suppe sucht, wird schon den Teller leer essen müssen und trotzdem keins finden (nein, liegt nicht am haarlosen Haupt des Metal Gods am Micro), sondern vielmehr weil es eine durchweg runde Scheibe ist die genau dem entspricht, was JUDAS PRIEST ausmacht. Ob diese hohe Qualität zu erwarten war? Ganz klar ja, denn Im Prinzip haben JUDAS PRIEST seit der Reunion (einzig „Nostradamus“ war trotz einigen guten und dem einen oder anderen starken Song vielleicht nicht der ganz große Wurf) mit ihren Scheiben überzeugt und bewiesen, dass vermeintlich totgesagte länger leben und neben anderen altgedienten Legenden einmal mehr gezeigt, dass das Feuer noch immer in ihnen brennt und auch auf neue wie alte Fans überzuspringen vermag! Vielleicht jetzt bereits das Album des Jahres. Ganz klares Hail! (Zvonko)

 

Ich kann mich Arno nur anschließen. Zum Einen, dass viele der besten Alben in den letzten Jahren von den alten Legenden stammten. Zum Anderen bietet “Firepower” wirklich alles was das Metalherz begehrt! Ob es Vollgas Nummern wie der Titeltrack und „Lightning Strike“ sind oder eher epische Mid-Tempo Ohrwürmer wie „Children Of The Sun“ und „Rising From Ruins“. Die Jungs um Rob Halford zeigen, dass sie es immer noch drauf haben und haben vermutlich das Album des Jahres raugehauen. Vom Hammer Sound bis zu den gut aufeinander abgestimmten Songs macht „Firepower“ einfach alles richtig. Es ist eigentlich schon fast beschämend für die Szene, dass die alten Herren der jungen Garde immer noch zeigen wo der Hammer hängt…

Dieser Metal-Hammer (Wortspiel beabsichtigt, haha) hat sich auf jeden Fall ein „Hail“ verdient!!!   (Larc)

 

Ich kann mich da den Lobeshymnen unseres Redakteurs Arno nur anschließen, denn Judas Priest liefern da ein ganz starkes Album ab, dass Vergleiche mit „Painkiller“ oder „Defenders of the Faith“ bei weitem nicht zu scheuen braucht. Sowohl Songwriting, Gesang, die Instrumente-Fraktion als auch die druckvolle Produktion, alles klingt homogen und scheint auf höchsten Level eingespielt worden zu sein. Was mich persönlich beeindruckt ist wie Priest es schaffen Songs im Midtempobereich mit solcher einer Intensität und Heavyness darzubieten. Stücke wie „Rising from Ruins“ oder das düstere „Spectre“ sind zwei solch treibende Riffmonster und dabei weder Tiefgang noch Heavyness vermissen lassen. Das ist ganz großes Kino und geht unter die Haut! Bevor ich jetzt jeden Song durchgehe, möchte ich noch „Lightning Strikes“ hier erwähnen. Dieser Song vereinigt alle Priest Trademarks u. A. von heulenden Gitarren, einem brutalst eingängigen Chorous bis hin zu Robs majestätischer Stimme und bringt das ganze dabei so auf dem Punkt, dass man ihn nicht mehr aus dem Ohr kriegt. Dass einzige wo ich Arno widersprechen muss ist, dass die Konkurrenz ähnlich überzeugen kann wie Priest mit „Firepower“. Die genannten Bands als auch Metallica oder Megadeth können mit ihren letzten starken Veröffentlichungen gegen „Firepower“ anstinken. Dieses Album ist aus einem Guß und wäre sogar in den Metaljahren abgefeiert worden wenn die Konkurrenz „Master of Puppets“, „Powerslave“ oder „Rust in Peace“ rausgebracht hätten. Wann war denn bei Euch das letzte mal, dass eine Scheibe durchgehend gut war und man jeden Tag Bock hatte sie aufzulegen? Priest haben dies mit „Firepower“ bei mir geschafft. The Priest ist back! Hail Hail Hail. (Patrick )

 

Ich finde einfach keine Stelle, an der ich Wasser in den Wein gießen müsste, so dass ich mich Arnos Einschätzung nur einschränkungslos anschließen kann. Schon der Vorgänger hat begeistert, aber Firepower klingt noch frischer und entschlossener, ist noch vielseitiger und wartet mit einer kompakten Batterie von noch stärkeren Songs auf. Oldschoolig wie es sein muss, fett produziert, eingängig ohne jede Anbiederung, voll von geilster Gitarrenarbeit und mit einem Rob Halford in Topform - es ist kaum zu glauben wozu die Band in dieser Phase ihrer Karriere noch in der Lage ist. Wo andere alte Helden längst schlapp gemacht haben, setzen Priest ein ultimatives Zeichen ihrer Schaffenskraft. Heavy Metal is alive!  (Torsten)

 

Tja, da kann man Arno nur zustimmen: hier passt alles zusammen. Zum Glück. Blicken wir doch mal zurück. Nach Painkiller die beiden Ripper Alben. Bestimmt nicht schlecht aber auch nicht unbedingt das, was der Priest Fan gerne hätte. „Angel of…“ zwar ein gutes Comeback Album, aber auch einige Hänger. „Nostradamus“ ein sehr geiles Konzeptwerk, sehr atmosphärisch, aber eben auch kein typisch Priest, deswegen auch bei vielen unbeliebt. Und „Redeemer of…“? Für mich das schwächste Album in der gesamten Discographie. Als es raus kam, als es ein halbes Jahr alt war und immer noch. Doch hier passt alles. Zwar ist nicht jeder Song ein Überhit, aber es gibt auch keine Totalausfall, Langweiler oder sonst was störendes. Dafür aber gibt es die eingängige erste Single Auskopllung „Lightning Strike“ (mit ebenso cooler Bridge wie „Evil Never Dies“ oder „Flame Thrower“, ein Markenzeichen, dass besonders früher oft zum Zuge kam), geile Hymnen wie „Never The Heroes“ oder den Übersong „No Surrender“. The Priest is back? Auf jeden Fall, denn wie man unschwer raus lesen kann: Das beste Priestalbum seit Painkiller! Hail! (Röbin)

 

www.judaspriest.com

      


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