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Rope Sect –Personae ingratae

(Iron Bonehead)

 

Post Punk ist als Einfluss oder Spielart durchaus im Trend, auch wenn der ganz große Hype zum Glück ausblieb. Rope Sect werden ihn auch nicht entfachen, so viel ist sicher. Denn für eine enorme Breitenwirkung ist ihre Musik zu unaufgeregt und zu wenig auf Hit gebürstet.

 

Highlights setzen die drei Norddeutschen trotzdem, meist mit fesselnden Licks („Fallen nation“, „Ochlesis“), aber auch mit eindringlichen Gesangslinien („Pretty life“) oder zur Abwechslung mal einem pfundigen Riff („Death is your lover“, allerdings nur auf der LP drauf). Dabei ist nicht immer alles purer Post Punk wie es im Joy Division-Lehrbuch steht, gerade die Gitarren haben manchmal einen hauchdünnen Southern-Vibe oder tönen etwas nach grauschläfigem Rock. (der zweite LP-Bonus „Rattenkönig“) Durch Gitarrist Inmeshers samtig distanzierte, teils im benachbarten Dark Wave verhafteten Vocals bleibt die Stimmung aber konsequent im Keller, obwohl „Personae ingratae“ als solches überwiegend Spaß macht. Ein paar wenige einschläfernde Momente sind zwar durchaus darauf zu finden, aber im Ganzen haben wir hier ein gutes Album vorliegen.

 

Wer sich morgens schon Beastmilk in die Venen jagt und zwischendurch auch mal etwas Weicheres, weniger Pushendes benötigt, findet hier die richtige Ersatzdroge. Ein simples Generikum ist „Personae ingratae“ aber deshalb noch lange nicht. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie Youtube oder Bandcamp – im Link unten können alle Stücke angecheckt werden.

 

 

(Chris)

 

https://ropesect.bandcamp.com/album/personae-ingratae

 


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