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Blackevil - The Ceremonial FireBlackevil - The Ceremonial Fire

(F.D.A. Records)
 
Vor gerade mal vier Jahren verschworen sich die aus Bayern und Baden-Württemberg stammenden BLACKEVIL zu einer Blackened Thrash Metal Band, was man ihnen auch noch deutlich anhört. Der Full-Length Erstschlag „The Ceremonial Fire“ des selbsternannten Heavy Thrashing Triumvirats bietet leider nicht mehr als langweiligen und uninspirierten, schwarz eingefärbten Thrash Metal, der mich leider zu keiner Sekunde berührt, noch mich in irgendeiner Hinsicht in Ekstase versetzt. Das Black-ish Heavy/Thrash Trio hat sich dabei auf eine Mixtur des klassischen Thrash und Black Metal eingeschossen, das es zwar absolut oldschool umsetzt, es dahingegen aber leider an Ideenreichtum missen lässt.
 
Die neun Thrash Songs haben mir einfach zu wenig Bums, kommen nicht so recht aus dem Quark und sind in meinen Ohren weder Fisch noch Fleisch. Sie sind auch nicht sonderlich anspruchsvoll gespielt und werden obendrein noch uninspiriert runtergenudelt. Teilweise werden sie gar nervig psychotisch, weil sich diverse Hooks ständig wiederholen. Die wirklich üblen, ansonsten nicht weiter erwähnenswerten Vocals von Sänger und Bassist Abyss stoßen zum Teil bis ins Eunuchendasein vor und nerven mich eher, als dass sie mich inspirieren oder zumindest ein klein wenig mitreißen würden. Das ist echter Terror für meine Ohren. Lediglich der vierte Track „Bethlehemian Blasphemies“, bei dem die Vocals anfangs ein bisschen dunkler rüberkommen, dann heller und vor allem variabler werden, was dem Gesamtsound hörbar über seine Schwächen hinweghilft, bläst dem genervten Hörer einen ersten Kampfhauch einigermaßen gescheitem Thrashs entgegen. Auch im achten Track „Ritual Coven Fire” bemerke ich ein erneutes kleines Aufflammen von interessantem Thrash Metal, der erstmalig etwas Groove beisteuert. Mehr Lob krieg ich hier aber beim besten Willen nicht reingetextet. Der Versuch, sich in extravagantem Gesang zu üben, wie im fünften Track „Seven Bridges, Seven Gates“ geschehen, geht wiederum mächtig nach hinten los, obschon die übrige Rhythmusfraktion in diesem Falle wenig Schuld daran trägt. Leider ist das coole Cover von Paolo Girardi so ziemlich das Einzige, was mich an „The Ceremonial Fire“ so richtig überzeugen kann.
 
Das Debüt trudelt 43:31 Minuten mehr oder minder sinnlos vor sich hin und findet sein neues Zuhause bei Oscar (in der Mülltonne). Dieser Output ist aber mal sowas von obsolet. Und obwohl ich im Albumtitel „The Ceremonial Fire“ kein einziges „x“ finden konnte, war das ein nur allzu deutlicher Satz mit „x“. Underground hin oder her, ein wenig mehr hätte ich mir von „The Ceremonial Fire“ in jedem Fall erwartet. Da heißt es nur noch: üben, üben, üben Jungs!!! Potential scheint ja durchaus vorhanden...nun gilt es das auch zu nutzen und entsprechend umzusetzen. Wer sich von meiner Rezension allerdings nicht so recht überzeugen lassen will, der darf sich natürlich gerne das Lyric Video zu „Seven Bridges Seven Gates“ oder „Heavy Forces Marching On“ reinziehen und sich selbst ein Bild von BLACKEVIL machen. Schließlich sagt der Volksmund: „Geschmäcker sind verschieden“...womit er ja auch absolut recht hat, der Volksmund!
 
(Janko)
 
www.blackevil.net
www.facebook.com/pg/blackevilmetal

 

Lyric Video zu “Seven Bridges Seven Gates”:
https://www.youtube.com/watch?v=Jiya3A1CbKU
„Heavy Forces Marching On“:
www.youtube.com/watch?v=1-IjWLpc_WY&feature=youtu.be


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