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Varg - GötterdämmerungVarg - Götterdämmerung

(Napalm Records)

 

Die bayerische Wolfshorde VARG wird dieser Tage gemeinsam mit DEBAUCHERY und MILKING THE GOATMACHINE die Wolfsfest Tour 2017 bestreiten. Grund genug diese Angelegenheit vorab mit ihrer dritten EP zu untermalen. So kommt der 16 Minuten rotierende Vier-Track Silberling „Götterdämmerung“ auch kurz vor dem Start der Tour auf den Markt. Im Jahre 2005 erstmals urkundlich erwähnt, erschaffen die Coburger Pagan Black Metaller VARG - was im Schwedischen, wie auch im Altnorwegischen „Wolf“ bedeutet - einen elektronisch unterstützten Melodic Black Metal Crossover mit gediegen gekrischenen, aber recht verständlich rübergebrachten deutschen Texten, die größtenteils an die nordische Mythologie angelehnt sind.

 

Die „Götterdämmerung“ EP ist ein ansprechendes, abwechslungsreiches, zumeist recht deftiges Werk geworden, das sich durch die differenzierte Schlagzeugtechnik vorwiegend in zügiger Spielweise übt. Mit häufigen Doublebass Salven, pfeilschnellen, scharfkantigen bis sägenden Gitarrenläufen und Fronter Frekis eindringlichem Kreischgesang geht das Black Metal Quintett eine Symbiose mit Death und Pagan Stilmitteln ein. Die Texte sind nicht allzu tiefgründig, aber durchaus annehmbar und passend für den bissigen und zupackenden VARG Sound. Dabei schielt der „Wolf Metal“-Fünfer trotz seiner immensen Durchschlagskraft anno 2017 ein ganz klein wenig Richtung Kommerz. Das dürfte letztlich den stilistischen Arrangements und der eher homogenen und euphonischen Dramaturgie geschuldet sein. So stieg bereits das fünfte, 2016er Komplettalbum „Das Ende Aller Lügen“ insgesamt auf Platz 17 der deutschen Album Charts.

 

Der selbstbetitelte Opener „Götterdämmerung“ weist gleich zu Anfang auf fetzige, stets eingängige Melodieführungen hin, wohingegen dem darauffolgenden „Hel“ sogar durchaus partytaugliche Elemente innewohnen. Mit „Beißreflex“ haben VARG eine enorm druckvolle und nach vorne preschende Variante des Wolfskult am Start, wohingegen der hymnische vierte Track „Knochenpfad“ einen epischen Charakter aufweist und sich sicherlich auch live prima um- und einsetzen lässt. Hier beweisen die Wölfe auf eindrucksvolle Weise, dass sie es auch in einer etwas ausladenderer Passform noch ordentlich krachen lassen können.

 

(Janko)

 

www.facebook.com/VargOfficial

www.varg.de


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