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The Poodles - Devil In The DetailsThe Poodles - Devil In The Details

(Gain Music)

 

“Der Teufel steckt im Detail” haben die vier Schweden sich auf die Fahne geschrieben und präsentieren gleichnamiges Album mit zwölf Stücken und einer Spielzeit von ca. 46 Minuten. Die Poodles sind kein unbeschriebenes Blatt für Fans aus der Glam bzw. Hard-Rock Szene, so konnten die Poodles schon einige Preise Landesweit für sich einheimsen und machten zudem auf diversen Touren mit u.a. Gotthard oder Hammerfall von sich reden. Bei einer Band wie den Poodles weiß man auch so ungefähr was man bekommt bevor die CD im Player rotiert. Also schnell die Luftgitarre gestimmt und sich zum Posen vor dem Wohnzimmerspiegel in Stellung gebracht, bevor der erste Track durch die Boxen schallt. Auf „Devil In The Detail“ hat die Band sich besonders auf ihre Trademarks besonnen und bewegt sich stilistisch somit in Fahrwassern die sie beherrschen und zwar in Form von eingängigen Glam-Rock mit viel AOR Schlagseite und punktuell einer ordentlichen Ladung Heavyness. The Poodles gehen auf der CD sehr erfrischend und routiniert zu Werke, der Sound wirkt gradlinig und zu keiner Zeit überfrachtet.

Kleines Manko ist lediglich, dass die Stücke dadurch in ihrem Verlauf ein wenig zu vorhersehbar sind. Zudem sind die 12 Songs mit elektronischen Melodien angereichert worden welche nicht immer dem Song dienlich sind und ich mich hier und da in einen 80er Jahre Soundtrack aus Zeiten von „Top Gun“ oder „Rocky“ zurück versetzt fühle. Der schmale Grat zwischen Kitsch und anspruchsvollen Rock wird hier ein ums andere mal gefährlich ausgelotet. So besteht z. B. der Opener mit eingängiger Hook den Kitsch-Test und rockt während das zu poppige „(What the Hell)Baby“ mit nerviger Hook gnadenlos untergeht. Die Single-Auskopplung „The Greatest“ schlägt sich wacker und reiht sich nahtlos in die 12 Stadionrock kompatiblen Songs ein. „Devil In The Detail“ überschreitet wie angesprochen teilweise seine Grenzen zum Kitsch, kann aber auf der Habenseite mit überwiegend gutem Songwriting, Prägnanten Riffs und Detail verliebten Solis sowie mit Jakob Samuels guten Gesang Punkten. Samuel singt im Stile eines Joey Tempest (Europe) und ist hier ein echter Mehrwert. So ist es unterm Strich dennoch ein recht gutes Album mit einigen Abzügen in der B-Note.

 

(Patrick)

 

http://www.poodles.se/

 


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