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Patria – Individualism

(Indie)

 

Satanismus ist nichts anderes als Ichstärke  - als Leser von Metal-Zeitschriften weiß man das, denn diese Weisheit wird einem in jedem zweiten Interview aus dem schwarzen Sektor unter die umgedrehte Nase gerieben. Warum dieselben Protagonisten ihre Platte dann trotzdem „Satan curse the vomit of gods anus“ oder so ähnlich nennen? Weil sich solche Kindereien einfach besser verkaufen als etwa „Individualism“. Fraglich also ob die Brasilianer sich mit diesem angenehm unaufgeregten Titel einen Gefallen getan haben, zumal die enthaltene Musik nicht gerade nach gelebter Individualität klingt.

 

Garstiger, abwechslungsreicher, zwischen leicht gemäßigter Schwedenschule und norwegischer Rauhbeinigkeit verhafteter Black Metal wird geboten. Mit einem dünnen Überzug an Unberechenbarkeit im Sound, der aber ohne durchschlagende Wirkung bleibt. Denn man besten kommen Patria rüber, wenn sie es eher klassisch angehen. Wie im blasphemisch betitelten „Uncrowned god of light“ (na also, geht doch), das mit einem Lead schön noch Öl ins Feuer gießt. Weniger gelungen dann einige dezent experimentelle Tracks, für die den Brasilianern offenbar das nötige Händchen fehlt. Im Schnitt bleibt ein durchwachsenes Album, aus dem wesentlich mehr hätte werden können. Für die Zukunft kann da sicher noch etwas reifen. Vielleicht sogar etwas wahrhaft Individuelles.

 

(Chris)

 

https://www.facebook.com/blackmetalpatria


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