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Angra_AngelsCry20th.jpgAngra – Angels Cry (20th Anniversary Tour)

earMUSIC

 

Zum 20. Jubiläum ihres Debut Albums “Angels Cry”, haben ANGRA ein Doppellive Album eingetütet. Zu hören, und in der DVD-Variante auch zu sehen, ist ein Konzert aus Sao Paulo vom August 2013. Das namensgebende Album wurde allerdings nicht komplett aufgeführt, sondern ist „nur“ mit sechs Songs (inklusive des Kate Bush Covers „Wuthering Heights“) vertreten. Bei solch einem Event dürfen natürlich auch prominente Gäste nicht fehlen, die mit u. a. Tarja Turunen und Uli Jon Roth auch geboten werden. Als Sänger fungiert mittlerweile RHAPSODY (of Fire) Sänger Fabio Lione, der stimmlich hier bestens reinpasst, mit den ganz hohen Andre Matos-Parts aber etwas zu kämpfen hat. Spielerisch waren ANGRA schon immer über jeden Zweifel erhaben und die beiden Bandköpfe an der Gitarre, Rafael Bittencourt und Kiko Loureiro, lassen hier auch nichts anbrennen. Die Brasilianer haben schon immer viel mit Bombast und klassischen Elementen gearbeitet und diese(zumindest in der mir bekannten Frühphase) sehr gut und kompetent umgesetzt. Auch auf „Angels Cry (20th Anniversary Tour)” überwiegen die orchestralen Sachen, die auch den Hauptbestandteil des ANGRA Repertoires ausmachen. Mit „Angels Cry“, „Evil Warning“ und „Carry On“ sind aber alle drei Speedkracher des ersten Albums vertreten. Hier fällt aber auch das einzige Manko des Live-Albums besonders auf. Der Sound ist, besonders im Gitarrenbereich, viel zu brav und zu zahnlos. Selbst die getriggerten Bassdrums sind sehr zurückhaltend und kraftlos gemischt. Auch die Akustikgitarren im ruhigen Mittelteil der Show (Reaching Horizons/A Monster In Her Eyes/No Pain For The Dead) gehen im Sound etwas unter. Ein richtiges Live-Feeling will auch nicht unbedingt aufkommen, denn das Publikum ist sehr in den Hintergrund gemischt und die ganze Produktion ist sehr (bzw. viel zu) sauber. Auch das von Tarja gesungene „Wuthering Heights“ wird (meiner Meinung nach) vom extremen Vibrato der Dame ziemlich kaputt gemacht. Großes Kino ist allerdings das Duett von Fabio und Tarja in „Stand Away“, bei dem Fabio mit seinem Bariton (laut Wikipedia)stark beeindruckt. Eine Show, bei der ANGRA schon sehr geklotzt haben, die auf Konserve leider etwas zu zahnlos rüberkommt. Das mag in der DVD-Variante vielleicht etwas besser rüberkommen.

 

(Schnuller)

 

http://www.angra.net/


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