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Axxis – Kingdom Of The Night II (Black )Axxis – Kingdom Of The Night II (Black & White Edition)
(Phonotraxx Publishing)

 

Axxis konnten 1989 einen Bombenstart mit ihrem Debüt Album “Kingdom Of The Night” hinlegen, den sie so leider nicht wiederholen konnten. Kleinere oder größere Stilwechsel waren öfter angesagt, einmal mit „Back To The Kingdom“ versuchte die Band um Sänger und Gründungsmitglied Bernhard Weiß nochmal zum Anfang zurückzukehren. Dies gelang musikalisch meiner Meinung nach sehr gut, doch anscheinend nicht so beim großen Publikum, denn die Richtung ging danach immer mehr zum schnelleren Power Metal mit Frauengesanguntermalung. Das alles war nicht schlecht, doch ich persönlich bevorzugte ganz klar den rockigen Stil.
Jetzt also will die Band wieder zu ihren Anfangstagen zurück und vollführt dies sogar mit einem Doppelalbum. Laut Aussage der Band sollen sogar die Stilschwankungen durch die Aufteilung in „Black“ oder „White“ Album getrennt werden, was natürlich nur bedingt gelingt. Denn: Das Ganze Material hört sich wie aus einem Guß an, hier zeigen Axxis ganz klar, dass ihnen schelle oder düstere Songs genauso wie fröhliche oder langsame Lieder zu Gesicht stehen und die Trennung einfach nicht immer möglich ist. Was aber auf ganzer Linie gelungen ist: Alle 22 Songs dieses Doppelschlags. Natürlich gibt es nicht nur Oberknaller, aber auch keinen Ausfall und viel Abwechslung. Und deswegen verdient dieses Doppelalbum auch eine längere Besprechung als sonst üblich.

 

White Album:
Den Anfang macht „Hall Of Fame“, der sich als typischer Axxis Ohrwurm in rockiger Manier präsentiert und super überzeugt. Auf dieser Klassiker Ebene gesellen sich noch „21 Crosses“, der die Katastrophe der Love Parade zum Thema hat und dieses sensible Thema auch richtig passend umsetzt oder „Mary Married A Monster“, den es in total anderer Version auch auf dem „Black“ Album zu hören gibt. „Dance Into Life“ und „Take Me Far Away“ sind dann solche Songs, die durch ihr Tempo auch durchaus auf dem schwarzen Album hätten landen können, wobei erster noch ein bisschen mehr gefällt. Balladen gibt’s in Form von „Heaven In Paradise“ und „Gone With The Wind“, wobei beide Songs ok sind, aber nicht als Übersongs durchgehen. Coll kommt aber auf jeden Fall Song Nummer 3 „Living In A Dream“ rüber, der, wie der Name es schon vermuten lässt, als Nachfolger der damaligen Single „Living In A World“ durchgeht und das Hauptriff etwas abgeändert wieder gibt. Schöne Erinnerungen und dennoch ein neuer Song.

 

Black Album:
So, wie es mit „Living In A Dream“ die Hommage an das Debüt Album gibt, so startet das schwarze Album mit dem Titelsong und greift auch hier das Hauptriff leicht verändert auf. Neuer Song, coole Erinnerungen. „Beyond The Sky“ wuchtet sich dann mit Vollgas vom Tempo her hervor, glänzt aber mit Axxis-typischen geilen Melodien und „Never Again“ packt es sogar noch, da einen drauf zu setzen und hat einen Hammer-Refrain. „The War“ und „More Than For One Day“ sind ebenfalls super Songs, hätten aber auch auf dem „White“ Album stehen können. Einen deutschsprachigen Song gibt es mit „Lass dich gehn“, der aber wie „Lie After Lie“ oder die schnellere, andere Version von „Mary Married A Monster“ eher als gute Songs durchgehen.

 

Fazit: Axxis ist mit diesem Doppelalbum sowohl die Verneigung und erneute Annäherung an alte Tage, also auch die Fortführung des aktuelleren Stils gelungen, es gibt keinen einzigen Ausfall und eine klare Trennung der beiden Alben gibt es nach meiner Ansicht her auch nicht, Die Kaufempfehlung geht klar zu beiden hin, wobei es mich doch stutzig macht, dass mich in Summer die schnelleren Songs fast noch mehr überzeugen, war ich doch immer ein Verfechter der rockigen Stücke. Doch ich glaube daran sieht man genau: Man sollte die Stile gar nicht trennen und genau in dieser Mischung sollte die Band weitermachen. Denn beherrschen tut die Truppe beides sehr gut!

 

(Röbin)

 

http://www.axxis.de

 

Axxis – Kingdom Of The Night II (White)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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