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FlotsamAndJetsam_NoPlaceForDisgrace.jpgFlotsam and Jetsam - No Place for Disgrace (2014)

Metal Blade Rec.

 

"No Place for Disgrace" ist einer der ganz großen Klassiker des 80er (Speed-)Metals, dass ist unbestritten. FLOTSAM AND JETSAM legten 1988 mit dieser Scheibe den zweiten Klassiker in Folge hin. Dieses Niveau erreichten sie später nur noch in einzelnen Songs, aber nie über Albumlänge. Ganz unabhängig von den stilistischen Schwankungen, welche die Band in ihrer Karriere hatte. Fluch und Segen für die Band, die in den Jahren danach verzweifelt versuchte, aus den Schatten ihrer Frühwerke, herauszuschwimmen. Nachdem das vorletzte Album "The Cold" bei Presse und Fans super ankam, legten die Jungs aus Phoenix mit "Ugly Noise" wieder eine Bruchlandung hin. Ob eine Neueinspielung von "No Place for Disgrace" den Jungs wieder auf die Beine hilft, bleibt anzuwarten. Klassiker werden zu solchen, weil sie eben im Zeit- und Sound-Kontext dieses gewisse etwas haben, das sich nicht so einfach reproduzieren lässt. Genau dieses Problem hat "No Place for Disgrace (2014)" selbstverständlich auch. Natürlich ist der Sound unter heutigen Gesichtspunkten "besser", denn z.B. die Gitarren auf dem Original, finde ich immer noch fürchterlich. Die Songs haben nichts von ihrer Klasse verloren, leiden aber doch unter dem trockenen, viel zu aufgeräumten Sound. Viel schwerer wiegt aber, dass man das Eröffnungsdoppel "No Place for Disgrace" und "Dreams Of Death" ein ganzes Stück langsamer eingespielt hat. Auch das Akkustik-Break im Titelsong hat sein ganzes Flair verloren. Die anderen schnellen Songs  haben, bis auf "N.E. Terror", einiges an Tempo eingebüßt. Dafür hört man an der Gitarrenfront nun einige Riffs, die man auf dem Original noch nicht mal erahnen konnte. Ganz klarer Gewinner unter diesem Blickwinkel "P.A.A.B". Aber auch "Escape from Within" kann überzeugen, und das Elton John Cover "Saturday Night's Alright (For Fighting)" gewinnt definitiv gegenüber dem Original. Sonst wurden an den Songs des Albums nicht viel verändert. Das ein oder andere Solo wurde leicht verändert und das Intro zu „Escape From Within“, wurde anders arrangiert. Eric A.K. singt großartig wie eh und je, hat allerdings einige Stellen etwas entschärft. Trotzdem wird "No Place for Disgrace (2014)" für die meisten eine eher unnötige Angelegenheit bleiben, zumal das Cover irgendwie auch wie ein schlechter Abklatsch des Originals wirkt.

 

(Schnuller)

 

http://www.flotsam-and-jetsam.com/


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