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71 Into The Fire71 Into The Fire

(Ascot Elite)

 

Im Juni 1950 wird Südkorea vom kommunistischen "Bruder" Nordkorea überrannt. Das Südkoreanische Militär kämpft verzweifelt - mit weitaus schlechterer Ausrüstung und schlechter ausgebildeten Soldaten - an mehreren Fronten. Da Militärexperten von einem Angriff der Nordkoreaner im Süden des Landes ausgehen, wird eine unerfahrene Truppe von 71 Kampfunerfahrenen und schlecht ausgebildeten Studentensoldaten zur Bewachung des vermeintlich unbedeutenden Außenpostens von Pohang abkommandiert. Die Nordkoreaner durchkreuzen Südkoreas Verteidigungspläne und greifen Pohang und die Studentensoldaten an. Der kommunistische Befehlshaber erhofft sich mit der Einnahme Pohangs einen leichten Landgewinn. Er rechnet allerdings nicht mit der Entschlossenheit, dem Patriotismus und dem Zusammenhalt der 71 köpfigen studentischen Militäreinheit, der es solange gelingt den Feind in Schach zu halten bis Verstärkung naht.

"71 Into The Fire" beruht auf der wahren Geschichte der Studentensoldaten von Pohang. Der Streifen kann natürlich in gewissem Rahmen als spätes Propagandamaterial gegen den ungeliebten kommunistischen "Bruderstaat" gewertet werden. Allerdings in einem sehr gesunden Rahmen. Die Macher haben sich Mühe gegeben den Feind nicht völligst in abgrundtief schlechtem Licht darzustellen (auch wenn das für mich und sicherlich einen Großteil der Zuschauer auch kein Problem dargestellt hätte, denn es fällt auch heute wirklich schwer sich mit dem Nordkoreanischen Regime anzufreunden). Somit bleibt auch der Pathos - den eine Menge vergleichbarer Hollywood Streifen für sich verzeichnen - im Großen und Ganzen aus, was dem Film auf alle Fälle gut tut. Vergleichen lassen muss sich "71 Into The Fire" auf alle Fälle mit einem ganz großen Kriegsfilm, nämlich mit Spielbergs "Saving Private Ryan". Zu sehr hat genannter Streifen nachfolgende Kriegsfilme mit seiner Optik und Bildgewalt beeinflusst. So auch den Südkoreanischen Beitrag und dieser braucht sich hinter dem Hollywood Meilenstein ganz sicherlich nicht zu verstecken. Starke und sehr intensive Bilder, aufwändige und sehr detaillierte Schlachten (sehr gut kommen die vielen Zeitlupen rüber) sowie schonungslose Gewaltszenen und insgesamt sehr glaubwürdige und überzeugende Schauspieler. Fans des Kriegsfilmgenres sollten sich den, auf wahren Begebenheiten beruhenden, filmischen Beitrag aus Südkorea trotz einiger kleinen Längen nicht entgehen lassen. Der Gang zur Videothek lohnt sich allemal.

Die DVD erscheint in schickem Pappschuber. Bild und Ton sind von der Qualität sehr gut. Neben der deutschen Tonspur kann man den Film zusätzlich im koreanischen O Ton anschauen und wahlweise deutsche oder holländische Untertitel auswählen. Da der Film auf einer wahren Begebenheit beruht ist es sehr schade, dass sich im Bonusbereich keine Doku über die Ereignisse findet, schließlich gibt es den einen oder anderen überlebenden wie im Abspann des Films gezeigt wird. Stattdessen gibt es nur die obligatorische Trailershow sowie Aufnahmen vom Set und ein kleiner Beitrag über die Charaktere.

 

 

 

(Zvonko)


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