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Flesh Gordon 1+2Flesh Gordon 1+2

(CMV-Laservision)

 

Die Amis und prüde. Man mags kaum glauben, wenn man Filme wie "Flesh Gordon" zu sehen bekommt, der die sexuell aufmüpfigen 70er Jahre in ein kunterbuntes, kaum ernst zu nehmendes Trash-Juwel verwandelt. In der auf jeder Menge flachen Humor und eindeutig zweideutigen Wortspielen basierenden Superheldenparodie wird ein Cape-Casanova damit beauftragt, Sexstrahlen von der Erde fern zu halten, mit der ein böser Imperator die Menschheit unterjochen möchte. Das auf dem Nonsense der frühen SciFi-Produktionen fußende Szenario wird also mit allerlei nackten und willigen Weibchen aufgepeppt, die sich von Flesh durchs Weltall vögeln lassen. Der muss nebenbei noch so manche Aufgabe vor LSD-atmender Kulisse bestreiten, z.B. gegen Peniswürmer und ein Knochenmonster antreten, sich mit einer lauwarmen Bruderschaft einlassen und letztlich gegen den Imperator antreten, der in seinem Tempel so manche Orgie feiert. Bis auf die offenherzigen Kostüme, die mehr zeigen als verbergen, geht es allerdings noch vergleichsweise keusch zu, denn mehr als softes Gehoppel mit den Seventies-Schönheiten wird nicht geboten. Den Spaß hat der Zuschauer allerdings auf seiner Seite, denn eine so abgedrehte, bewusst dilettantische, aber dennoch liebevoll gestaltete Kostümshow bekommt man kaum woanders zu sehen.

In Teil 2 wird der Spieß rumgedreht: Statt Sexstrahlung aus dem Weltall prasseln auf einmal Impotenz verursachende Teilchen auf die Erdlinge ein. Eine Truppe sexhungriger Cheerleader entführt Flesh, weil die Männer auf ihrem Planeten leider nicht mehr ihren Mann stehen können. Flesh Freundin und der bereits bekannte Professor Flexi Jerkoff düsen in ihrem von fickenden Hühnern angetriebenen Dildo-Raumschiff hinterher, um die Sache wieder zu bereinigen, während auf einem fremden Planeten ein Fiesling gerade dabei ist, sich eine neue Gurke transplantieren zu lassen ... von wem das Spenderorgan kommen soll, dürfte klar sein, oder?

Nach dem teils psychedelischen-abgedrehten Vorgänger kommen bei "Flesh Gordon meets the Cosmic Cheerleaders" die modischen Ergüsse der 80er so richtig zum Tragen. Der gesamte Film ist ein einziges Musikvideo voller stilistischer Abartigkeiten, nackten Tatsachen und Humor, der mehr als einmal den schmalen Grat zum Grossout-Gelage überschreitet. In Sachen Trash-Gehalt wird hier noch einiges mehr geboten, denn die Feinde und Freunde, auf die Flesh, Mrs. Hooters, und die Cheerleader-Bande treffen, sind noch illustrer als im Vorgänger. Inhaltlich herrscht zwar tote Hose, aber das Superheldengenre wird weiterhin mit frivolen Schwachsinn und Kindergartenhumor auf die Schippe genommen. Deswegen definitiv auch einen Blick wert.

CMV hat die zwei Filme auf einer DVD veröffentlicht. Der Ton ist für eine DVD nicht sonderlich gut, aber angemessen, den englischen TOn (ebenfalls DD 2.0) gibt es obendrein. Die Bildqualität kann vor allem mit ihren bunten Farben punkten, während die Schärfe und die Verschmutzungen erwartungsgemäß dem Alter des Materials Tribut zollen. Zusätzlich gibt es Trailer, einen Audiokommentar und die deutschen Videovorspänne zu beiden Filmen.

 

(Paule)


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