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Kill The Golden GooseKill The Golden Goose

(CMV-Laservision)

 

Wer hätte gedacht, dass der als "Time Of Death" etwas bekanntere Titel tatsächlich den Sprung auf DVD schafft. Die "Trash Collection" von CMV macht's möglich, dass auch dieser sonderbare Billig-Flick nochmal ein Publikum bekommt - das sich mal wieder auf einen richtig schön-schlechten Film einstellen darf. Im Mittelpunkt dieser End-70er-Produktion steht der Hawaianer Ed Parker, der als Begründer der Kenpoo-Karatetechnik sonst eher hinter der Kamera tätig war, z.B. als Trainer von Stuntman. Der bereits ergraute Kampfsportstar, dessen markante Gesichtszüge man evtl. bereits in "Inspector Clouseau - Der irre Flic mit dem heißen Blick" wahrgenommen hat, ist hier ein übler Killer, der innerhalb weniger Tage einige Auftragsmorde erledigen soll. Einer davon führt gleich dazu, dass einem Ahnungslosen der Kopf abgetrennt wird, was ein würdiger Auftakt für diesen billigen Exploitationer ist. Auch im weiteren Verlauf gibt's ein paar nette Dinge zu sehen, wenn Mauna "Killer" Loa seine Ziele mit bloßen Händen richtet und in einigen Zwischenfällen wahre Improvisationskunst im Töten beweist.

Die Cops sind ihm natürlich auf der Spur, von denen zwei herausstechen: Einer der Ermittler ist ein ein typischer California-Sonnyboy, der die Hippie-Zeit vermutlich nur knapp verpasst hat und definitiv vieles spielen könnte, aber bestimmt keinen Polizisten. >i<Jürgen Drews>/i< wäre neidisch auf ihn ihn! Der Boss der Cops ist ganz zufällig ein Karate-Genie asiatischer Herkunft, der erst höflich ein paar Stationen abklappern und den Schurken Respekt einprügeln muss, bevor er sich mit Loa in einer Tiefgarage das letzte Gefecht liefert. Da geht's dann ordentlich rund, denn der Film packt krude Sachen aus.

Dass das so wirkt, liegt auch an der billigen Umsetzung. Man merkt jedem Filmmeter an, dass wenig Wert auf ein richtiges Inszenieren gelegt wurde, sondern alles schnell gehen musste. Die Darsteller sind Laien und die Martial Arts-Einlagen demnach nur dank der beiden Hauptdarsteller gut anzuschauen. Oftmals macht "Kill The Golden Goose" den Eindruck, als ob schnell noch eine Idee eingeschoben wurde, um die Laufzeit voll zu bekommen, an anderer Stelle aber sehr abrupte Übergänge gesetzt wurden, als ob es keine Anschlussmöglichkeiten gegeben hätte. Die deutsche Synchro zieht einem dann richtig die Schuhe aus, was das leicht dilettantische Geschehen hervorragend aufheitert.

 

"Kill The Golden Goose" zielt volle Kanone auf die Zuschauer des Autokinos ab, die darauf scharf sind, dass der Bösewicht ein paar Gute platt macht, bevor er vom rechtschaffenden Stadt-Sheriff selbst erlegt wird. Blutige Wunden, ein wenig Sex und der erheiternde Abstieg in das kriminelle Milieu machen das hier zur Empfehlung für Trash-Fans.

CMV bietet den Film in zwei Covervarianten als kleine Buchbox an: Neben dem englischen Titel wird der Film auch unter seinem dt. Videotitel "Time Of Death" vertrieben, übrigens nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls in der "Trash Collection" erhältlichen "Death Time". Die Bildqualität ist einer DVD nicht grad angemessen, aber bei dem Titel reicht's aus. Dazu gibt es die mörderische deutsche Vertonung, das etwas dezentere englische Original, eine Bildergalerie und Trailer.

 

(Paule)


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