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Semper Fi – Blut ist stärker als LoyalitätSemper Fi – Blut ist stärker als Loyalität

(Ascot Elite)

 

Cal und Oyster sind Halbbrüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während der eine als gewissenhafter Polizist ein redliches Leben führt, gerät der andere mit seiner leichtsinnigen Art und dem aufbrausenden Wesen regelmäßig in Schwierigkeiten. Diese erreichen eine neue Dimension, als Oyster bei einer Barschlägerei versehentlich einen Mann tötet und daraufhin die Flucht ergreift. Cal, der zunächst alles daran setzt, dass seinem Halbbruder der Prozess gemacht wird, erkennt nach und nach die Schattenseiten des Systems, an das er doch so sehr gewillt ist, zu glauben – und sieht sich schließlich gezwungen, eine Entscheidung zu treffen.

 

Semper Fi – Immer treu – ist nicht nur das Motto des United States Marine Corps, dem die ganze Clique um Cal und Oyster angehört. Es beschreibt auch die zentrale Frage des Films. Gilt Cals Treue seiner Familie oder bleibt er doch seinen Werten treu? Der Sinneswandel, den er dabei durchlebt, ist alles in allem recht nachvollziehbar, wenn auch einige Aspekte der Geschichte besser hätten ausgearbeitet werden können. Das Verhalten der Cops etwa kommt ein wenig zu undifferenziert daher, natürlich mit dem Ziel, einen Aufhänger für die folgenden Ereignisse zu liefern. Für einen durchaus als niedrig budgetiert zu bezeichnenden Film sind derlei Methoden allerdings vollkommen legitim, weshalb kleine Drehbuch-Lücken nicht wirklich störend auffallen. Trotzdem kann man auch nicht verhehlen, dass Semper Fi seine Geschichte zu weiten Teilen recht flach und simpel hält. Dafür überraschen allerdings die Darsteller mit mehr als ansehnlichen Performances. Was man nicht erwarten sollte, sind ausschweifende Action-Sequenzen, denn auch wenn das deutsche Cover die eine oder andere Randale nahelegt, setzt Semper Fi über weite Strecken eher auf die ruhigeren Töne. Auch dies dürfte in erster Linie dem finanziellen Rahmen geschuldet sein, macht den Film aber keineswegs schlechter. Überhaupt macht Regisseur Henry Alex Rubin recht viel aus begrenzten Mitteln, B-Film-Junkies dürfen hier also bedenkenlos zugreifen.

 

Digital gedreht und ohne regelmäßiges Dauerfeuer stellt Semper Fi keine außergewöhnliche Herausforderung in Sachen Bild und Ton dar. Entsprechend unaufgeregt sauber kommt die Ascot-DVD dann auch daher – den übertriebenen Gelb-Filter in den Kriegs-Szenen wollen wir mal auf das Ausgangsmaterial schieben.

 

(mosher)


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