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totentanz nr. 29

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SplinterSplinter

(Ascot Elite)

 

Ein Bio-Student und seine Freundin treffen nach einem missglückten Campingversuch auf ein flüchtendes Verbrecherpärchen von dem sie auch gleich gekidnapped werden. Doch das ist noch lange nicht das Schlimmste. Als man an einer entlegenen Tankstelle eintrifft beginnt das Grauen erst richtig. Ein unheimliches Wesen hat diese nämlich heimgesucht und versucht nun sich auszubreiten indem es seinen Opfern sprichwörtlich unter die Haut geht und diese absorbiert. Fortan müssen die Menschen ums Überleben kämpfen und das geht nur wenn sie zusammenhalten. Unter den gegebenen Umständen ist dies aber alles andere als einfach....

 

Wenn man sich die DVD-Hülle zu Splinter ansieht und vor allem die darauf enthaltenen Lobeshymnen studiert schnellen die Erwartungen rasch in ungeahnte Höhen. Leider kann der Film nicht halten was einem versprochen wird. Die erste Attacke der Kreatur sowie das Liebespaar beim peinlichen Versuch ein Zelt aufzubauen wirken wie aus einem Z-movie. Splinter bleibt aber nicht durchweg auf diesem Terrain und bessert sich mit zunehmender Laufzeit, aber nur ein wenig. So richtig gut wird er leider nicht und es verwundert ein bisschen daß man aus der Story nicht mehr rausgeholt hat. Eine Kreatur oder besser ein Virus welcher seine Opfer zu willenlosen Zombie-ähnlichen Gestalten mutieren lässt ist zwar nicht gerade die Weltneuheit aber dennoch eine nette Idee. Die Umsetzung des "Splinterwesens" ist teilweise gut gelungen und erinnert entfernt an John Carpenters Remake von Howard Hawks "Das Ding aus einer anderen Welt" ohne freilich auch nur im Ansatz eine ähnliche Klasse zu erreichen. Aber das will man auch gar nicht. Die Opfer des Stachelvirus verwandeln sich in krotesk verdrehte Fleischfetzen welche in bester Linda Blair Manier durch die Szenerie krachseln. Das Manko liegt auch weniger an den Effekten als an den Protagonisten. Fast belanglos nehmen die Flüchtenden das Geschehen hin und Bösewicht Dennis kommt im ganzen Film mit nur einer einzigen Miene aus, ob nun seine Freundinn gekillt oder ihm persönlich der Arm abgetrennt wird. Die meiste Zeit wirken die Darsteller unglaubwürdig und lassen jede Spannung im Keim ersticken. Schade, der Film hätte wirklich mehr Potential gehabt. So ist er nur ein mittelmäßig guter Low Budget Horror mit unfreiwillig komischen Passagen aber auch ein paar netten Splattereinlagen.

 

Die DVD ist mit Deutscher (DTS 5.1, DD 5.1) und Englischer (DD 5.1) Tonspur ausgestattet. Unter den reichlichen Specials findet man neben Originaltrailer und Audiokommentaren auch Hintergrundmaterial zur Splinterbestie sowie verschiedene Entwürfe zur Entstehung der Kreatur und des Produktionsdesigns.

 

(Zappa)


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