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totentanz nr. 29

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Der Boxer und der TodDer Boxer und der Tod

(Bildstoerung)

 

Der ehemalige tschechische Boxer Jan Kominek (Stefan „The Millenial Bee“ Kvietik) ist im Zweiten Weltkrieg Gefangener in einem KZ. Als der Lager Kommandant Walter Kraft (Manfred „Liebling Kreuzberg“ Krug) zufällig mitkriegt das Kominek früher geboxt hat, holt er ihn zu sich und gibt ihm ordentlich Essen und eine bessere Behandlung. Denn Kraft ist selbst Preisboxer und braucht einen Sparringspartner. Zwischen den beiden Männern entsteht eine Art Freundschaft, die jedoch Probleme hervorruft. Denn ein ehrgeiziger Kollege Krafts findet das Ganze unsittlich und droht ständig damit in Berlin anzurufen. Kominek hingegen wird von seinen Mitgefangenen gemieden und als „Verräter“ bezeichnet. Der Sportsmann trainiert nun besonders hart um sein Ziel zu erreichen: Kraft einmal k.o. zu schlagen und vielleicht aus dieser Hölle in der fast täglich Menschen getötet werden flüchten zu können….

 

Der tschechische Regisseur und Drehbuchautor Peter Solan („Dialogue“) drehte diesen kritischen, dramatischen Film im Jahre 1963 mit durchweg Lands Männern als Darsteller, bis auf den jungen Manfred Krug als Kommandant. Der macht seine Sache sehr gut und kann etwas Menschlichkeit in den grausamen KZ Alltag bringen. Der in S/W gedrehte Film ist sehr ruhig und geradezu nüchtern erzählt. Gesprochen wird Deutsch, außer wenn die Tschechen unter sich reden, dann hat man den O-Ton belassen aber natürlich Untertitel am Start. Ein aufwühlender, fast vergessener Film mit interessanter Thematik. Im dicken beigelegten Booklet erfährt man übrigens von noch mehr Boxern in der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

 

Die Doppel DVD (die Erste beinhaltet den Film in sauberer Qualität mit deutschem und O-Ton, die Zweite beinhaltet Bonus Material) steckt in  Amarayhülle featuring dickes Booklet mit Texten / Infos und Bildstoerung typischen dicken Pappschuber.

 

Bonusmaterial:
-Die goldenen Sechziger – Dokumentation über Peter Solan (57 min.)
-Wochenschaubericht zu den Dreharbeiten (2 min.)
-Deutschdorf – Dokumentarfilm von Peter Solan (8 min)
-Interview mit dem Filmwissenschaftler Martin Kanuch (10 min.)
-Interview mit dem Filmwissenschaftler Olaf Möller (24 min.)
-Setfotos & Behind the Scenes-Fotos
-Booklet mit einem Text vom Sportjournalisten Martin Krauss (20 Seiten)

 

Fazit: Gewohnt Abseitiges von Bildstoerung – immer wieder faszinierend was die Kölner alles ausgraben.

 

(Arno)


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