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JailbreakJailbreak

(I-ON New Media)

 

Nach seiner Verhaftung will der berüchtigte Gangster Playboy, vor Gericht gegen die sagenumwobene Verbrecherorganisation, die Butterfly-Gang, aussagen. Natürlich erhofft er sich dadurch ein geringeres Strafmaß und Hafterleichterungen. Für die Butterfly-Gang steht viel auf dem Spiel. Um nicht zerschlagen zu werden und weiterhin die kriminellen Geschäfte am Laufen halten zu können, muss Playboy zum Schweigen gebracht werden. Am einfachsten ist das natürlich wenn er zu Freiwild erklärt wird. Die Justiz hegt ganz andere Pläne als die Butterfly-Gang und will ihren Kronzeugen beschützen. Aus diesem Grund soll er in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt werden. Diesen Auftrag bekommen Vier Mitglieder einer Elitetruppe der Polizei. In dem Hochsicherheitsknast angekommen, liefern sie Playboy in seiner Zelle ab und müssen nur noch aus dem scheinbaren Labyrinth raus. Nur haben sie die Rechnung ohne die Butterfly-Gang gemacht. Deren Mitglieder sind dank dem einen oder anderen korrupten Gefängnisaufsehers mittlerweile selbst im Hochsicherheitstrakt angekommen, haben etliche Schwerstkriminelle aus ihren Zellen gelassen, einen Knastaufstand angezettelt und sind auf der Suche nach Playboy um ihm die Lichter auszuknipsen. Die Elitecops haben alle Hände voll zu tun um ihr eigenes Leben und das des Kronzeugen Playboy zu schützen.

 

„Jailbreak“ ist eine Kambodschanische Produktion und scheint sowas wie die erste ambitionierte Produktion dieses Landes im Actiongenre zu sein. Man orientiert sich gnadenlos am indonesischen Vorbild „The Raid“. Das Szenario vom großen Vorbild wurde allerdings geradewegs aus dem Hochhaus in ein schäbiges Gefängnis verlegt – gut, vielleicht hat man auch einfach Teile von „The Raid 1 und 2“ miteinander vermischt. Am meisten kupfert man bei der Action am großen Vorbild ab. Das will allerdings nicht ganz gelingen. „Jailbreak“ fehlt die Skrupellosigkeit des filmischen Vorbilds. Das bezieht sich sowohl auf die Choreographie der Fights, den Blutfaktor und generell auf die Härte. Wo „The Raid“ durchweg kompromisslos und mit Vollspeed vorgeht, schaltet „Jailbreak“ mindestens zwei Gänge runter. Und die Darsteller von „Jailbreak“ sind (trotz Martial Arts Fähigkeiten) leider auch kein Iko Uwais. Zu diesen Punktabzügen in der Action gesellen sich noch eine seltsame Art von Humor (Asia Film Fans sind einiges gewohnt aber das hier ist doch manchmal sehr seltsam oder unfreiwillig komisch. Vielleicht trägt aber auch die lieblose deutsche Synchro ihr übriges dazu bei, um den Humor besonders blöd rüberkommen zu lassen) sowie einige eklatante Logiklücken oder einfach nur Schwächen im Drehbuch. So erschließt sich dem Zuschauer beispielsweise von Beginn an nicht, warum der Gangster in ein Hochsicherheitsgefängnis (warum dieser schäbige Bau als solches bezeichnet wird, bleibt ein Rätsel) voller Schwerverbrecher verlegt werden muss. Schließlich war er vorher irgendwie sicherer. Das Urteil liest sich jetzt eher verheerend als positiv, ist es aber gar nicht. „Jailbreak“ macht dann spaß und unterhält, wenn man eben nicht einen weiteren „The Raid“ erwartet, sondern einfach alles unvoreingenommen auf sich zukommen lässt. Dann kann man Spaß an einigen der doch gut choreographierten Fights haben oder auch mal Lachen (auch wenn es eher ein unfreiwillig komischer Witz war). Kein Actionhighlight aber ein kurzweiliger Streifen für einen schlaflosen Abend.

 

Die Blu-ray ist uncut und hat sauberes Bild und ordentlichen Sound. Extras finden sich keine.

 

(Zvonko)


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