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PrototypePrototype
(New Vision)

 

Im Jahr 2057 gleicht die Erde einem Schlachtfeld. Einst sollten kybernetische Wesen, halb Mensch, halb Maschine, genannt Omegas, die Befehle der in ständige Kriege verwickelten Regierung ausführen. Doch die Omegas begannen, sich selbst umzuprogrammieren und so wurde das Prototype-Projekt ins Leben gerufen. Hochgezüchtete Cyborgs, einzig dazu erschaffen, Jagd auf Omegas zu machen. In dieser lebensfeindlichen Welt kämpfen auch die blonde Chandra, der aufbrausende Sebastian und der an den Rollstuhl gefesselte Hawk um ihr Überleben. Dieser glaubt, seiner unerwiderten Liebe zu Chandra auf die Sprünge helfen zu können, indem er am Prototype-Projekt teilnimmt, um wieder laufen zu können. Zu spät erkennt er, dass seine Angebetete nun gleichzeitig auch sein Opfer sein soll, denn Chandra ist wie ihr Vater vor ihr ein Omega.


Was auf den ersten Blick nach einem schrägen Sci-Fi-Szenario mit unterschiedlichen Handlungssträngen klingt, erweist sich eher früher als später als höchst belangloser Endzeit-Volltrash ohne auch nur den Hauch einer Story. Hier wird 90 Minuten lang bedeutungsschwanger daher geredet, werden große Pläne geschmiedet und hehre Ziele ausgerufen. Passieren tut hingegen nur äußerst wenig, und wenn es dann doch einmal zu Konfrontationen kommt, spottet deren uninspirierte Inszenierung aber auch jeder Beschreibung.


Auf der anderen Seite vermitteln die teils sehr gut ausgewählten Kulissen in trübem Gelbstich, die glaubhaft agierenden Schauspieler und die oft detailreiche Ausstattung eine markante Last-Days-Atmosphäre, wie sie selbst die Genre-Ikonen der 80er und 90er nur selten erreichen. Wem diese genügt, um sich 90 Minuten lang unterhalten zu fühlen, kann hier wenig falsch machen. Wem es aber nach einem noch so seidenen roten Faden verlangt, sollte sich den Genuss von Prototype – Der Cyborg-Terminator reiflich überlegen. Auch wenn er dann Gefahr läuft, in diesem ansonsten bierernsten Streifen Highlights, wie den farbigen Hünen zu versäumen, der mitten in der Wüste eine Frau vergewaltigen will und dies mit den Worten begründet: „Mein Lümmel und ich haben heute ausnahmsweise mal wieder Lust auf kleine Blonde Flittchen“.


Bild und Ton sind dem Alter entsprechend in Ordnung, wobei das Bild durch die verwendeten Filter naturgemäß recht blass daherkommt, während die deutsche Synchro unverschämt gut geraten ist. An Extras gibt es lediglich ein paar Trailer.

 

(mosher)


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