Aktuelles Magazin

Totentanz on
Totentanz Magazin bei Facebook

Aktuell sind 331 Gäste und keine Mitglieder online

Purple SunsetPurple Sunset

(I-On New Media)

 

"Purple Sunset" stellt sich nach anfänglichem Geböller als ruhiger Antikriegsfilm heraus. Als Kriegsfilm im Sinne der dargebotenen Action taugt er nämlich nicht viel. Zwar wird ein Panzerkampf mit guter Ausstattung betrieben und an Komparsen fehlt es auch nicht, die Effekte taugen aber gar nichts. Selbstmordkommandos laufen gut sichtbar seitlich hinter den Panzer, bevor dieser nach einem merklichen Schnitt explodiert, abstürzende Flugzeuge bekommen ihre Explosion auch stümperhaft hintendran geklebt und und und. Glücklicherweise verzieht sich die Geschichte um die zwei Kriegsflüchtlinge und ihre junge Geisel bald ins Hinterland, wo Kampfhandlungen keine besondere Rolle mehr spielen. Hier wirft der Film die Thematik um Vertrauen und Zusammenhalt des ungleichen Trios auf, zeigt ihren überlebenskampf in der Wildnis und geht immer wieder kritisch mit der Frage nach dem Sinn des Scharmützels um. Dies wird eingebettet in teils wunderschöne Landschaftsaufnahmen, aber auch denkwürdige Szenen, die die Entwicklung der Charaktere beschreibt, wie sie sich einander annähern und eine freundschaftliche Beziehung über die Bedeutung ihrer Nationalität hinweg aufbauen. Mitunter fällt hier die verbesserungswürdige Leistung einiger Darsteller und Nebendarsteller auf, besonders stören mich hier aber abgenutzte, pathetische Szenarien, die man in modernen Filmen entweder anders angehen oder komplett auslassen sollte, da sie zu stark vorhersehbar sind. Sie stören die Dramatisierung des Geschehens, wirken unpassend (siehe der letzte Angriff der überlebenden gegen die Japaner mit dem gepanzerten Fahrzeug) oder einfach nur unglaubwürdig (überleben der Feuerwalze). Davon abgesehen ist die Intention des Regisseurs, die beiden geschichtlich verfeindeten Länder Japan und China über die Zusammenkunft der Drei während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges darzustellen und der Versuch, sie zu versöhnen, Anerkennung und einen Blick wert.

 

Die deutsche DVD mit Making Of und Trailern ist ok, durch das kontrastschwache und stellenweise flackernde Bild wird aber viel verschenkt. Der DD5.1-Ton (Deutsch oder Mandarin) ist da schon etwas kräftiger und klarer, aber noch verbesserungswürdig beim Raumklang. Wie immer umringt die DVD ein Pappschuber.

 

(Paule)


Musik News

Movie News

Bücher

Filmbörsen von Dark Eyes Promotion