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Tage der Freiheit - Schlacht um MexikoTage der Freiheit - Schlacht um Mexiko

(Pandastorm)

 

Zu Beginn der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts war Mexiko vom Bürgerkrieg ausgeblutet und nicht mehr in der Lage, seine Auslandsschulden zu begleichen. Für die expansionswütigen europäischen Monarchen ein gefundenes Fressen, und so entsandte Napoleon III. seine Streitkräfte, auf dass sie, unterstützt von britischen sowie spanischen Truppen, die Vorherrschaft in Mexiko erringen sollten, um anschließend Seite an Seite mit den Konföderierten gegen Lincolns Nordstaaten-Armee zu kämpfen. Doch so weit ließ es die Geschichte gar nicht erst kommen, denn im aufopferungsvollen Kampf rangen die spärlich ausgebildeten Mexikaner die Invasoren nieder.

 

Während dieses Kapitel Weltgeschichte in unseren Breiten wenig Beachtung findet, ist der 5. Mai in Mexiko der Nationalfeiertag. Jedes Kind weiß dort, was vor anderthalb Jahrhunderten in der Schlacht bei Puebla geschah. Mit einem vergleichsweise opulenten Budget von zehn Millionen US-Dollar bringt Regisseur und Autor Rafa Lara die Schlacht um Mexiko nun auch uns Europäern nahe. Und das in Form eines bildgewaltigen Schlachtenepos, welches in optischer Hinsicht keine Wünsche offen lässt. Beinahe die komplette zweite Hälfte des zweistündigen Films ist eine einzige, überlange Kampfszene. Dabei sind Ausstattung, Kostüme, Kulissen und die gesamte Atmosphäre dermaßen üppig, authentisch und blutig geraten, dass man über die inszenatorischen Schwächen beinahe hinwegsehen kann. Denn angefangen von einer - nicht zum ersten Mal in einem Kriegsfilm - deplatzierten wie unambitionierten Liebesgeschichte, über eine total verwackelte Kameraführung bis hin zur deutlich zu einseitig patriotischen Perspektive des Films, gibt es hier durchaus so einiges zu beanstanden. Doch wenn man nicht gerade ein tiefschürfendes Kriegsdrama erwartet, sondern ein bei aller Eindimensionalität dennoch kurzweiliges Schlachtengemälde, dann kann man sich getrost der visuellen Kraft von Tage der Freiheit mit all seinem Pathos, seinem Realismus und seinen brutalen Details hingeben.

 

Die Blu-ray weist ein sehr gutes, wenngleich aufgrund des Digitalvideo-Looks nicht perfektes Bild auf. Der Sound überzeugt hingegen auf ganzer Linie, die Dialoge werden glasklar, das Schlachtengetümmel umso infernalischer wiedergegeben. An Extras gibt es neben Trailer und einer hübsch zusammengestellten Trailershow ein Musikvideo und einen sehr interessanten Blick hinter die Kulissen.

 

(mosher)

 


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