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totentanz nr. 29

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The Floating Castle – Festung der SamuraiThe Floating Castle – Festung der Samurai
(Pandastorm)

 

Japan, Ende des 16. Jahrhunderts: Regent Hideyoshi will das Land einen und selbst die abtrünnigsten Gebiete in den entlegensten Winkeln unter seine Herrschaft bringen. Er entsendet eine 20.000 Mann starke Armee, um die von Mooren und Seen umgebene Festung Oshi des unbeugsamen Hojo-Clans einzunehmen. Doch die von nur 500 Samurai verteidigte „schwimmende Festung“ erweist sich als schier uneinnehmbar, nicht zuletzt aufgrund der exzentrischen Kriegslisten ihres Anführers Nagachika.


Diese historische David-und-Goliath-Variante kennt im Land der aufgehenden Sonne jedes Kind – kein allzu  großes Wunder also, dass das Regie-Duo Isshin Inudo und Shinji Higuchi ihr mit einem 146 Minuten starken Schlachten-Epos ein filmisches Denkmal setzen wollen. Mit viel Liebe zum Detail werden die Figuren, aber auch das mittelalterliche Japan gezeichnet und die Geschichte behutsam ihrem spektakulären Höhepunkt entgegen gesponnen. So dauert es dann auch eine gute Stunde, bis die imposante asiatische Landschaft endlich die Kulisse für gewaltige Schlachtengemälde bieten darf. Hier geht es dafür aber gleich gehörig zur Sache, von gezielt eingestreuten Splatter-Szenen bis hin zu überbordenden Massenaufmärschen liefert The Floating Castle ein visuelles Highlight nach dem anderen. Inhaltlich geht es dabei hin und wieder etwas abgefahren zu, etwa wenn Nagachika als tollpatschiger Befehlshaber einen eigenwilligen Tanz aufführt, der Zuschauern mit westlichen Sehgewohnheiten durchaus vor den Kopf stößt. Eine Annäherung für Nicht-Asia-Fans dürfte im Falle von The Floating Castle allerdings um einiges einfacher ausfallen als beim Großteil der anderen Genre-Vertreter. Der überdrehte fernöstliche Humor sowie das typische Overacting finden zwar statt, jedoch in weit engeren Grenzen als üblich. Wer hingegen ohnehin im Samurai-Film zuhause ist, dem wird das Herz aufgehen angesichts der überwältigenden Bilder und der atemberaubenden Action.


Pandastorm bringt den Film mit einem schönen (und daher umso bedauerlicher: ohne Wende-) Cover auf den Blu-ray-Markt. Das Bonusmaterial tendiert mit nichts weiter als einer Reihe Trailer zwar gegen Null, dafür ist das Bild recht gut geraten und der Sound bläst druckvoll aus den Boxen.

 

(mosher)


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