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Black Star Riders, Diamond Head, Wayward Sons (Colos-Saal Aschaffenburg – 15.11.2019)

                     Black Star Riders, Diamond Head, Wayward Sons (Colos-Saal Aschaffenburg – 15.11.2019)

 

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Es gibt wohl kaum bessere Arten in ein Wochenende zu starten als mit Rock ´n´ Roll. Eben diesen perfekten Start ins verdiente Wochenende hat der Konzertabend im gefühlt ausverkauften Colos-Saal in Aschaffenburg möglich gemacht. Ein Rock ´n´ Roll Heavy Metal Package mit den WAYWARD SONS, den NWOBHM Urgesteinen DIAMOND HEAD und den BLACK STAR RIDERS um Ex - THIN LIZZY Gitarrist Scott Gorham sowie Ex - THE ALMIGHTY Sänger Ricky Warwick haben´s möglich gemacht.

 

Der sehr frühe Beginn um 18.30 hat leider dazu geführt, dass ich den Auftritt der mir gänzlich unbekannten WAYWARD SONS aus GB nur in Teilen mitbekommen hab. Soll heißen, dass ich lediglich die letzten 15 bis 20 Minuten des Auftritts mitbekommen habe. Die Band hat ihre zweite Scheibe mit im Gepäck und bietet astreinen, mit Keyboards unterlegten Rock ´n´ Roll. Die Mannen haben sich sichtlich Mühe gegeben und das beinahe schon volle Colos-Saal gut im Griff gehabt. Dem Publikum hat der Rock der Briten sehr gut gefallen. Stilistisch ein absolut passender Opener für den Main Act am späteren BLACK STAR RIDERS. Was ich von den WAYWARD SONS mitbekommen habe, hat jedenfalls gepasst und auch das Publikum hat nicht den Anschein gemacht von ihnen enttäuscht worden zu sein.

 

                        

 

DIAMOND HEAD – NWOBHM Urgestein und bereits seit 1976 mit diversen Line Up Wechseln und Pausen mit dabei. Als letztes verbliebenes Gründungsmitglied bearbeitet Brian Tatler die Gitarre. Habe DIAMOND HEAD selbst nie mehr auf dem Schirm gehabt als durch die Coverversionen von METALLICA („Am I Evil“, „Helpless“, It´S Electric“) für welche eben DIAMOND HEAD ein großer musikalischer Einfluss waren und sind. Die genannten Songs fanden sich dann auch am Abend in der Setlist und konnten mehr als überzeugen. Daneben gab´s noch Tracks wie „Heat“, „Death By Design“ oder „Shoot Out The Lights“ die neben den NWOBHM charakteristischen Gitarrenduellen auch gesanglich absolut klasse rübergebracht wurden. Klasse Auftritt und definitiv der metallischste Act des Abends.

 

                                       

 

BLACK STAR RIDERS werden gerne als legitime Nachfolgeband von THIN LIZZY bezeichnet. Diese Beschreibung ist alles andere als abwegig, spielt doch 2020 Rock and Roll Hall Of Fame nominee Scott Gorham in der Band. Zudem sind die BLACK STAR RIDERS um Gorham und Ex THE ALMIGHTY Sänger Ricky Warwick als „Nebenprodukt“ einer THIN LIZZY Coverband entstanden. Die Abspaltung war 2012 und in den 7 Jahren des Bestehens hat die Band jetzt mit „Another State Of Grace“ ihr mittlerweile viertes Album am Start, welches natürlich auf Tour präsentiert werden möchte. Eine geile Scheibe (wie die drei Vorgänger auch) und somit genug Material (nicht ein THIN LIZZY Song wurde gespielt) um dem Publikum auf Tour einzuheizen. Jede Scheibe der RIDERS war mit mindestens 4 Songs vertreten. Soll heißen, es wurden Rocker wie „Soldierstown“, „The Killer Instinct“, „Hey Judas“, „All Hell Breaks Loose“, „Another State Of Grace“, „In The Shadow Of The War Machine“ mit genauso viel Power und Energie dargeboten wie die einzige (Gänsehaut)Ballade „Why Do You Love Your Guns?“ des Abends. Insgesamt also 19 Big Balls Rock ´n´ Roll Songs wurden auf etwas über 100 Minuten zum besten gegeben. Von den ersten Klängen bis zum letzten Schlussakkord war Power und High Energy angesagt. Jeder auf der Bühne hatte richtig Bock, das war einfach nicht zu übersehen. Der alte Mann an der Gitarre genauso wie sein Kongenialer Punk ´n´ Roller und Gitarrenpartner Damon Johnson oder der Bassist Robbie Crane. Hier wurde untereinander agiert und kommuniziert (gelegentlich auch mal ein Whiskey auf der Bühne gekippt) und dem Publikum eingeheizt. Im Fokus steht neben den Songs aber natürlich Frontmann Ricky Warwick. Seines Zeichen absolute Rampensau mit klasse Stimme und mindestens ebenso großer Ausstrahlung. Wenn man den Kerl so sieht, hat man gleich das Klischeebild eines Irischen Kneipenkumpels im Kopf, mit dem man den einen oder anderen Drink kippt, vielleicht sogar miteinander andere oder sich gegenseitig vermöbelt und danach einfach lachend wieder freundschaftlich weiter den einen oder anderen Drink vernichtet. Cooler und sehr sympathischer Typ, der mehr Gitarren an dem Abend gewechselt hat als Madonna Outfits während einer Show. BLACK STAR RIDERS absolut geile Musik und Live super stark. Danke für den Abend, war nicht das letzte Mal.

 

                                

 

(Text/Pix: Zvonko)


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