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Arch Enemy/ Izegrim/ Dying Gorgeous Lies (Aschaffenburg 2014)

Arch Enemy/ Izegrim/ Dying Gorgeous Lies

Aschaffenburg / Colosaal  13.06.2014

 

Metalkonzerte an einem Freitag den 13., das passt irgendwie. Die einzigen, die an diesem Abend Pech haben sollten, waren die erste Support Band DYING GORGEOUS LIES. Als wir um kurz vor 21 Uhr, dem offiziellen Konzertbeginn, am Colossaal erschienen, spielten die Deutschen gerade den letzten Song. Schade eigentlich, denn was im Netz von den Oberfranken, die ebenfalls mit Frontdame unterwegs sind,  zu hören ist, klingt nicht schlecht. Das Publikum war aber durchgehend bei bester Stimmung und das gute Wetter und die günstigen Preise (2,50€ für 0,4l Bier/Apfelschorle) im Colosaal taten ihr übriges.

 

Also gleich zu IZEGRIM aus den Niederlanden. IZEGRIM sind auch schon einige Jahre unterwegs, was man den Vier auf der Bühne ansieht. Stageacting und Sound sind stark und auch die Songs wissen durchaus zu gefallen. Blickfang ist natürlich die extrem (natur) blonde Frontfrau Marloes, die mit ihrer Matte bis über die Hüften die Blicke auf sich zieht. Im fast ausverkauften Colosaal, können die Niederländer auch den Großteil des Publikums vor die Bühne ziehen, obwohl im angrenzenden Bistro eben das gerade angepfiffene Spiel Spanien – Niederlande zu verfolgen war. Pünktlich zur zweiten Halbzeit, in der die Holländer Spanien mit 5:1 erledigten, waren IZEGRIM allerdings fertig. IZREGRIM Drummer Ivo, umgehend im Holland-Trikot zu sehen, war im absoluten Freudentaumel. Freitag der 13., ein guter Tag für die Niederlande!

 

Der Wechsel am Mirko von ARCH ENEMY hat gar nicht so große Wellen geschlagen, wie man das meinen sollte. Der Ausstieg von Angela Gossow wurde souverän geheim gehalten und die neue Frontdame Alissa White-Gluz fast zeitgleich mit dem neuen Album „War Eternal“ präsentiert. So bleibt keine Zeit für Spekulationen. Die Veränderungen sind auch nur marginal. Die Haarfarbe hat sich von blond in blau geändert und die Stimme von Alissa ist nicht ganz so tief und vielleicht etwas sauberer. In Punkto Körpergröße und Ernährungsphilosophie ist alles beim alten. Auf der Tour konnte man sich auch gleich von den Qualitäten der neuen Frontdame überzeugen. In den satten 97min (!!!) gab es nichts zu meckern. Alissa kommt etwas freundlicher und weniger aggressiv rüber und hat beim Stageacting keine Probleme die Rolle ihrer Vorgängerin zu erfüllen. Auch in der Setlist wurde etwas variiert. Zum Beispiel gab es nichts aus der Zeit vor `Wages Of Sin` zu hören und mein Fave „Burning Angel“ hat es diesmal auch nicht in die Setlist geschafft. Dafür gab es gleich zu Anfang „Enemy Within“ zu hören. Vom neuen Album schafften es mit „War Eternal“, „As The Pages Burn“ und „You Will Know My Name“ drei Songs in den Set. Die Drum- und Gitarrensolo Einlagen wurden nicht überstrapaziert, so dass von Zeitschinden keine Rede sein kann. Technisch macht ihnen sowieso keiner was vor, die zweistimmigen Leads waren wie immer zum niederknien. Die Merch-Preise hatten es allerdings in sich. Die Shirts kosten 25€, die handsignierten Tonträger schlugen mit 10€ mehr zu Buche als die „normalen“ und ob die15€ für einen Satz gebrauchte Michael Amott Gitarrensaiten ein Scherz sind, lasse ich mal dahingestellt. Spielerisch aber eine großartige Vorstellung.

 

(Schnuller)

 

Setlist ARCH ENEMY:

 

(Tempore Nihil /Wages intro)

Enemy Within

War Eternal

Ravenous

Revolution Begin

My Apocalypse

You Will Know My Name

Bloodstained Cross

-Drumsolo-

Under Black Flags We March

The Day You Died

Dead Eyes See No Future

As The Pages Burn

No Gods, No Masters

-Guitar solos Nick/Michael-

Dead Bury Teir Dead

We Will Rise

---Zugabe---

Khaos Overture intro

Yesterday I Dead And Gone

Blood On Your Hands

Snowbound (instr.)

Nemesis

 


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