Temple of dread-Dreadspawn dominion

(Testimony)

 

Temple of dread ist die zweite Spielwiese der bekannten Spiekeroog-Connection um die Herren Bünnemayer und Finger - und die Formulierung "Spielwiese" ist durchaus bewusst gewählt, denn anders als bei Slaughterday, geht man hier äußerst abwechslungsreich vor. Und zwar sowohl innerhalb der Lieder als auch im Verlauf des Albums. Insgesamt macht das "Dreadspawn dominion" zweifelsohne zu einer sehr kurzweiligen Scheibe. Andererseits fehlt aber auch so ein bisschen die Stringenz und es macht sich mit der Zeit der Eindruck eines eher oberflächlich komponierten Albums breit. Aber nur weil mir der generelle Songwriting-Ansatz nicht so gut gefällt, ist der Output natürlich keinesfalls schlecht.

 

"Hybrid horde eternal" fusioniert gelungen Death-Vibes mit Pestilence-Dissonanzen, "Blood pyre" ist in den Strophen rotzig as fuck ab und an blitzen schwarzmetallische Läufe auf (oder gekonnte Soli) und Gitarrist/Vokalist Jens Finger hats mittlerweile stimmlich echt drauf,  den ganzen Bums mit machigem Brüllkreischen vor sich her zu treiben. Aus erwähnten Gründen laufen mir Slaughterday ehrlicherweise besser rein, aber auch "Dreadspawn dominion" ist eindeutig ein Qualitätsrelease. 

 

(Chris)
 
https://templeofdread.bandcamp.com/

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