Ænigmatum - Infinitude’s PassageÆnigmatum – Infinitude’s Passage
(20 Buck Spin)

Nudelt es hier und da, hat nicht selten ein Death Metaller seine Finger auf dem Griffbrett! Im Gegensatz zu vielen anderen Gruppen, die sich am technischen Death Metal der Gorguts-/ Atheist-Schule versuchen, vergessen die vier Herren aus Oregon dabei jedoch nicht, dass sie nicht auf einem Gitarren-Showcase spielen, sondern Musik für ein Album aufnehmen. Da können die Schichten noch so komplex und verworren sein („Architects Of The Fated“ ist hier ein gutes Beispiel); die Strukturen dienen immer dem Lied und existieren nicht zum Selbstzweck. Figuren und Motive werden zwar durch neue unterbrochen, kehren aber oft wieder und bilden so die Grundlage für einen Wiedererkennungseffekt. Neben ihren technischen Fähigkeiten glänzen ÆNIGMATUM auch mit einem Gespür für Melodie und Atmosphäre. Hier wird es gerne auch etwas schwarzmetallischer. „A Tarnished Nexus“ dient hier als Anschauungsobjekt. Zu guter Letzt wäre noch die Produktion des Albums hervorzuheben. Wenn auch finster und druckvoll, sind die einzelnen Schichten sehr transparent gehalten. Zu jeder Sekunde ist jedes Instrument klar zu hören. Dynamik sucht man leider vergebens. Hierfür gibt es aber auch schlicht zu wenig ruhige Stellen.
Alles in allem ist „Infinitude’s Passage“ so ein ordentliches Stück progressiven Death Metals. Stellen dissonantes Riffing und komplexe Passagen kein Hindernis beim Hören dar, gerne antesten!

(Manuel)


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