NightLaser_RatsInTheCradleNight Laser – Rats In The Cradle

Steamhammer

 

Nachdem die Band mit “Call Me What You Want” zu „der“ Band geworden ist, die man immer sein wollte, wird mit dem neuen Album „Rats In The Cradle“ der Turbo gezündet. So wird Sänger Benno Hankers im Beipackzettel zitiert. Den auf „Call Me What You Want“ eingeschlagenen Weg geht die Band auf ihrem fünften Album auch konsequent weiter. „Rats In The Cradle“ kommt mit üppigen 55 Minuten und, wie schon der Vorgänger, sehr breit aufgestellt daher. Vom  Glam’n’Sleaze der Anfangstage ist oft nur noch die Optik übrig geblieben. Zu hören gibt es knackige Heavy Metal Fistraiser („Defenders“), eine starke Blues Ballade („Heart Of The Desert Rose“) und mit „Get Out“ sogar eine angethrashte Speed Metal Nummer. Auch einen Longtrack hat sich die Band wieder aus den Rippen geleiert. „Goddes Of The Sky“ verbindet etwas Savatage-Bombast mit Symphonic-Metal Elementen. Mit Gästen wird natürlich auch nicht gegeizt. So geben sich u.a. Sascha Paeth (Avantasia), Johnny Gioeli (Axel Rudi Pell) oder Lars Rettkowitz (Freedom Call) ein Stelldichein. „Rats In The Cradle“ ist wieder ein richtig gutes und vor allem abwechslungsreiches Album, das eine Menge gute Laune, aber auch einige schöne ruhige Töne verbreitet. Auch die zweite Ballade „Into West“ ist ein richtig toller Song. Am Ende fand ich den Vorgänger noch eine Ecke stärker. Auch wenn man sich nach außen als Spaßband präsentiert, das hat alles Substanz. Man sitzt aber auch etwas zwischen den Stühlen, wenn man so viele Seiten bedienen will.

 

(Schnuller)

 

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