Aktuelles Magazin

Totentanz on
Totentanz Magazin bei Facebook

Free PDF 

Aktuell sind 1927 Gäste und keine Mitglieder online

Omen_EscapeToNowhere.jpgOmen – Escape To Nowhere (Re-Release)

Metal Blade Records

 

Nach den drei klassischen OMEN-Alben im Jahrestakt („Battle Cry“ (1984), „Warning Of Danger“ (1985), „The Curse“ (1986)), stellte „Escape To Nowhere“ 1988 einen ziemlich rabiaten Stilbruch dar. Zum einen war es das erste Album ohne Sänger J.D.Kimball, zum anderen hatte Paul O’Neill (Produzent von Savatage & TSO) seine Finger bei einigen Songs mit im Spiel. Und das hört man mehr als deutlich! Mit Coburn Pharr (später Annihilator) konnte immerhin ein starker Sänger gefunden werden, der das wesentlich ruhigere Material sehr gut umsetzte. Das flotte, klassische OMEN-Riffing war aber leider nicht mehr existent. Lediglich im einzigen flotteren Song „Poisoned“ blitzt es teilweise auf, macht den Song aber trotzdem nicht zu einem Highlight des Albums. Auf „Escape to Nowhere“ finden sich schon einige richtig gute Songs, nur eben nichts, was man unter dem OMEN-Banner halbwegs erwarten würde. Der Opener „It’s Not Easy“ beginnt gleich mit einem Basspart, der in bester Savatage Manier mit Piano unterlegt ist. Eigentlich ein cooler Rocksong, klingt aber eher nach Great White, ehe sie den Blues entdeckten. Das damals schon oft gecoverte Golden Earring Cover von „Radar Love“ ist OK, hätte es hier aber nicht gebraucht. Der Titeltrack „Escape To Nowhere“ lässt schon durchklingen, was O’Neill später mit Savatage perfektionieren sollte. Ein ruhiger Anfang, der sich dann mit Musical ähnlichen Elementen gegen Ende steigert. In die gleiche Kerbe schlagen „Cry for the Morning“, „King of the Hill” und “No Way Out”. Mit dem schleppenden “Nomads” gibt es noch einen etwas härteren Song, sowie mit „Thorn in Your Flesh“ eine straight rockende Nummer. Ich habe das Album seit locker 35 Jahren nicht mehr gehört und finde die Songs, jetzt mit etlichen Jahren Abstand, wesentlich besser als damals. Die Frage, ob ich einen der Songs einmal im Omen Set live hören möchte, kann ich aber direkt mit „nein“ beantworten. Den CD Re-Release gibt es mit zwei Bonussongs, dem Instrumental „King“ und einer anderen Version des Titeltracks. Remastered wurde das Album von Bill Metoyer und Kenny Powell und die LP-Version gibt es  mit Download Code, Textblatt, Poster und einer Photocard.

 

(Schnuller)

 

https://www.facebook.com/omenofficial

 


Musik News

Movie News