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Watain - The Agony & Ecstasy of Watain

(Nuclear Blast)

 

Wer beim Titel an Manowar denkt, gerät zu  Unrecht in Panik. Watain gehen stilistisch den Weg des Vorgängers unbeirrt weiter, liefern hier ausnahmslos reife Kompositionen, die von ungezügelter Energie und kompositorischer Finesse gleichermaßen leben. Trotzdem fehlt mir persönlich hier und da etwas die allerletzte bestialische Durchschlagskraft, was vor allem daran liegt, dass die Vocals einen Tick – wirklich nur einen Tick - zu leise sind. Dies ist aber erstens natürlich Geschmacksache und zweitens auch schon das einzige kleine Manko einer insgesamt mordsstarken Scheibe.

 

Denn ansonsten ist das in all seiner irrlichternden Fokussiertheit und derben Rafinesse eine sehr, sehr imposante Vorstellung. Highlights zu benennen, fällt bei dieser Geschlossenheit fast schon schwer, besonders aussichtsreiche Kandidaten sind sicherlich das über allen Dissection-Clones erhabene „Lepers sacrament“ (für mich Lied des Jahres, der ausladende Refrain spukt mir wahrscheinlich noch im Grab durch den Kopf), das gespenstisch langsame „Serimonia“, das von Takt eins an verflucht schmissige „The howling“ und „We remain“ – ein atmosphärischer Gänsehautgarant mit Farida Lemouchi und viel Liebe zum subtilen Detail, in dem auch hier der Teufel unzweifelhaft höchstselbst steckt. Denn auch nach 24 Jahren Szenezugehörigkeit gelingt Watain noch (bzw. wieder), was andere Genre-Großverdiener nicht mal ansatzweise schaffen. Man nimmt ihnen ihren Fanatismus wirklich ab.

 

(Chris)

 

https://www.facebook.com/watainofficial

 

 


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